Home > Archiv für den Monat: Juni 2017

EXPO 2017-Thomas Schriefers
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Kleine EXPO ganz groß! Weltausstellungen mit Nachhaltigkeitsanspruch

Umweltthemen seit den 80ern Geschichte der kleinen Expo II

Nachdem im ersten Teil die Entwicklung der kleinen EXPO seit den 1930er Jahren unter die Lupe genommen wurde, folgen wir dem Experten für Weltausstellungen Dr. Thomas Schriefers im zweiten Teil auf eine Erkundungstour zu ausgewählten Standorten seit den 1980er Jahren. Im Fokus stehen gemäß des Zeitalters innovative Technologien und eine damit einhergehende Fokussierung auf Umweltprobleme und nachhaltige Lösungen. Hohe inhaltliche Ansprüche und spektakuläre Umsetzungen – etwa mit Riesenaquarien – sind bis heute ein Garant für hohe Besucherzahlen und beweisen, dass das Wort „klein“ dem beigefügten Titel der Weltausstellungen keineswegs gerecht wird.  

Dr. Thomas Schriefers, Architekt, Kurator und Künstler 

Die EXPO in der am Mississippi-Delta gelegenen Stadt New Orleans stand unter dem Motto „Frisches Wasser als Quelle des Lebens“. Der Sicherung substanzieller Bedürfnisse widmeten sich die Knoxville World´s Fair (1982) und die in New Orleans veranstaltete Louisiana World Exposition (1984). Während in Knoxville aber die Bedeutung der Energie in den Mittelpunkt der Ausstellung rückte, warb New Orleans mit dem Slogan „Frisches Wasser als Quelle des Lebens“. Damit verband sich das Interesse am Zustand der Flusslandschaft generell und im Besonderen mit dem Zustand am Missisippi-Delta. Denn New Orleans galt als gefährdete Metropole, die aufgrund ihrer Lage durch extremes Wetter und daraus resultierende Wassermassen empfindlich getroffen werden konnte, was die 2005 infolge des Hurrikans „Katrina“ tatsächlich eingetretene Flut-Katastrophe dort auf tragische Weise bestätigte. Weiterlesen

EXPO 2017 Astana / © Kholdarbekov Mukhtar, Kazinform
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EXPO 2017: Future energy geht uns alle an

Weltausstellung 2017 und Deutscher Pavillon eröffnet

EXPO 2017, Eröffnungszeremonie / © Kholdarbekov Mukhtar, KazinformDie EXPO 2017 in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, hat begonnen. Mit einer einstündigen Zeremonie und einer futuristischen multimedialen Theater-Laser-Show wurde die „specialized expo”, die kleine Weltausstellung, am Abend des 9. Juni eröffnet. An der Weltausstellung nehmen 115 Staaten und 22 Organisationen teil. An dem Festakt im Congress Center am Rand des Expogeländes nahmen Staatsgäste aus aller Welt teil, darunter UN-Generalsekretär Guterres und König Filipe von Spanien sowie Staatsoberhäupter aus Russland, Indien, China und benachbarter Staaten. Sie alle saßen hell angestrahlt auf einer Tribüne und wurden dem Publikum stolz präsentiert. Das mag als ein Indiz dafür dienen, dass in Zentralasien offensichtlich so einiges anders empfunden wird als in unserer westlichen Welt. Aber das kann nur ein weiterer Grund dafür sein, sich mehr füreinander zu interessieren, denn an gemeinsamen Interessen und Zielen herrscht kein Mangel. Weiterlesen

Messemarkt Kasachstan: Messegelände Atakent-Expo in Almaty
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Messemarkt Kasachstan: Wichtigster deutscher Handelspartner in Zentralasien

Medizinfachmesse KIHE, Atakent-ExpoKasachstan ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt und verfügt über die leistungsfähigste Wirtschaft in ganz Zentralasien. Exportiert werden überwiegend Erdöl, Eisen- und Stahlerzeugnisse sowie chemische Produkte. 2016 litt das Land durch den Ölpreisverfall und die Abschwächung der Landeswährung Tenge unter einer Wirtschaftskrise. Aufgrund zahlreicher staatlicher Stützungsmaßnahmen und der Erholung der Ölpreise wird allerdings schon für 2017 ein schwacher Aufschwung prognostiziert. Für Deutschland ist Kasachstan der bedeutendste Handelspartner und das mit Abstand wichtigste Land für Gemeinschaftsbeteiligungen deutscher Unternehmen auf Auslandsmessen in Zentralasien. Weiterlesen

EMO Hannover - Foto: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
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Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich.

Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich. Foto: Laser World of Photonics/Messe MünchenWo findet ein Unternehmen heute Innovationen, die etwa den Produktionsprozess verbessern sollen oder auch das Handelssortiment ergänzen sollen? Ein Satiriker vermutete in einer Kolumne der Wirtschaftswoche vor einigen Wochen drei Möglichkeiten: im Internet, in Meetings oder auf Bildungsreisen, und womöglich hat er das sogar ernst gemeint. Messen jedenfalls schloss er dabei ausdrücklich aus. Wer Messen als Fachbesucher kennt, hat allerdings eine grundlegend andere Meinung: Für Fachbesucher deutscher Messen ist nach Untersuchungen des AUMA die Suche nach Innovationen der häufigste Grund, zu Messen zu fahren. Und das ist kein spezifisch deutsches Phänomen. Weiterlesen

EXPO 2017-Thomas Schriefers
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Kleine EXPO ganz groß! Weltausstellungen mit Nachhaltigkeitsanspruch

Von den Anfängen bis zu den Meeres-Expos in den 70ern – Geschichte der kleinen Expo I

Dass „klein“ nicht unwichtig ist, wissen wir, seitdem „das kleine Schwarze“ als Klassiker in keinem Kleiderschrank fehlen darf. So ist auch die kleine Expo keine Randerscheinung unterm Expodach, sondern ein direkter Nachfahre der ursprünglichen Ausstellungspaläste des 19. Jahrhunderts, im Grunde ein “Arche”-typus. Welche Entwicklung die kleine Weltausstellung seit ihrem Beginn in den 30er Jahren genommen hat, zeigt Dr. Thomas Schriefers, Experte für Weltausstellungen, in seinem Beitrag, den wir in zwei Teilen im AUMA-Blog exklusiv veröffentlichen.

Dr. Thomas Schriefers, Architekt, Kurator und Künstler

Beispiel für die Nachnutzung von EXPO-Bauten: Der Kanadische EXPO-Pavillon von 1986 mit seinem typischen zeltförmigen Dach auf der EXPO 1986 in Vancouver  gehört heute zum Vancouver Convention Center.Zwei Jahre nach der EXPO 2015 in Mailand wird in wenigen Tagen eine weitere Weltausstellung ihre Pforten öffnen. Diesmal lädt Astana 2017 als Hauptstadt Kasachstans zur ersten zentralasiatischen EXPO ein. Im Gegensatz zu Mailand handelt es sich in Astana um eine so genannte „kleine“ Expo, was bedeutet, dass sie nicht sechs, sondern drei Monate dauert, auf einem kleiner bemessenen Terrain stattfindet und zugunsten einer groß dimensionierten Ausstellungsstruktur auf solitäre Pavillonbauten verzichtet. Ausnahmen bilden der Pavillon des Gastgeberlandes und bestimmte Themenhäuser, welche in das Gesamtkonzept integriert werden. Weiterlesen