Systematischer Umweltschutz auf Messen
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AUMA 111: Systematischer Umweltschutz auf Messen? Seit 25 Jahren!

„Messen finden praktisch immer unter Zeitdruck statt, ob aus Sicht der Aussteller, Veranstalter oder Dienstleister; umweltorientiertes Handeln kommt dabei oft zu kurz.“ Ein Satz – vor zwölf Jahren geschrieben –, der fast zeitlos gültig ist. Aber die ersten Schritte, dem Schutz der Umwelt in der Messewirtschaft eine höhere Priorität zu geben, waren keineswegs Ergebnisse der Nachhaltigkeitsdebatten der letzten Jahre. Schon 1991 empfahl der damals neu gegründete AUMA-Arbeitskreis Technik/Umwelt, eine Studie mit dem Ziel, Regelungen für umweltgerechte Messebeteiligungen und Messedurchführungen zu entwickeln; das Bundesumweltministerium unterstützte das Projekt.

Auf der Basis dieser Ergebnisse gab die deutsche Messewirtschaft auf der Jahrestagung des AUMA 1993 eine Selbstverpflichtungserklärung zur umweltgerechten Durchführung von Messen ab. Ziele waren: Abfallvermeidung, Wertstoffrückführung und soweit das nicht möglich ist, Wiederverwertung und zur Not Deponierung. Es wurden Empfehlungen gegeben für die Wertstoffsammlung und für den Bau von Messeständen. Mit einer umfangreichen Informationskampagne sorgte der AUMA in den Folgejahren für eine bundesweite Umsetzung der Selbstverpflichtungserklärung.

Die Grundlagen dieser Erklärung sind selbstverständlicher Bestandteil des Denkens der meisten Messe-Akteure geworden und werden heute unter dem Generalthema „Nachhaltigkeit“ weiterentwickelt. Dazu kommt, dass viele Unternehmen auf der Ausstellerseite sich heute unabhängig von ihrer Messebeteiligung zur Nachhaltigkeit verpflichten. Dementsprechend erwarten sie auch entsprechende Leistungen und Angebote der anderen Akteure. Da der Zeitdruck fester Bestandteil einer Messedurchführung bleiben wird, werden Kompromisse im Einzelfall unausweichlich bleiben. Aber Messen haben schließlich schon deswegen eine gute Ökobilanz, weil sie dazu beitragen, hunderttausende mit Reisen verbundene Einzeltermine zu vermeiden.

Die damalige Studie mündete in einen Handlungskatalog, der auch heute noch lesenswert ist: “Der umweltverträgliche Messeauftritt: Anregungen für Planung und Durchführung umweltorientierter Messebeteiligung”. 1994. Erschienen in den Sprachen Deutsch und Englisch. Hier zum Download:

Lesen Sie auch folgende Beiträge zum Thema:

Nachhaltigkeitszertifikate in der Veranstaltungsbranche: Sinn oder Unsinn?

http://blog.auma.de/nachhaltigkeitszertifikate-in-der-veranstaltungsbranche-sinn-oder-unsinn/

 

 

FAMAB Summit

Nachhaltigkeit und Messe: Was erwarten die Kunden?

http://blog.auma.de/nachhaltigkeit-und-messe-was-erwarten-die-kunden/?

 

 

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