EXPO Milano 2015. Foto: © Stefan Dömelt/comrhein
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EXPO 2015: And the winner is…

Am 30. Oktober werden die EXPO-Awards bekannt gegeben

Bald Geschichte: Die EXPO Milano 2015 endet am 31. Oktober. Foto: © Stefan Dömelt/comrheinIn diesen Tagen blicken wir gespannt nach Stockholm, um die diesjährigen Nobelpreisträger, ihre Erfolge und Geschichten kennenzulernen. Nicht weniger gespannt sollten wir sein auf die Gewinner der Expo-Awards. Denn wie Weltmeisterschaften oder Olympiaden ist auch die Weltausstellung in Mailand ein Wettbewerb. Und zu deren Ende werden die Teilnehmer ausgezeichnet, die das Motto „Feeding the Planet, Energy for Life“ am besten umgesetzt haben. Die Preise vergibt das Bureau International des Expositions (B.I.E.). Diese internationale Organisation ist seit 1928 mit der Regulierung von Weltausstellungen beauftragt. Die Awards hingegen haben eine eigene Geschichte. Deren Tradition beginnt zwar mit der ersten Weltausstellung in London im Jahre 1851, endet aber vorerst nach der Weltausstellung in Brüssel 1958. Erst 50 Jahre später, in Aichi 2005, wurde die Preisvergabe durch das B.I.E. wiederbelebt. Seitdem sind die Awards fester Bestandteil der Weltausstellungen, um die Teilnehmer für ihren Beitrag und ihre Leistungen bei der Umsetzung der jeweiligen Expo-Themen auszuzeichnen. Gold-Gewinner der letzten großen Expo in Shanghai im Jahr 2010 wurde Deutschland. Der Gold-Award für die beste Umsetzung des Themas der Weltausstellung 2008 in Saragossa ging ebenfalls an Deutschland; die Philippinen erhielten den ersten Preis für die Außen- und Innengestaltung ihres Pavillons. Gewinner der Expo 2012 in Yeosu war ebenfalls Deutschland.

Auf der diesjährigen Weltausstellung vergibt das B.I.E. 24 Awards in drei Kategorien, jeweils in Gold, Silber und Bronze: Architektur und Landschaftsbau, Ausstellungsdesign sowie die Themen-Entwicklung. Die jeweiligen Preisträger werden dabei von einer Expertenkommission ausgewählt, die sich aus Architekten, Museumsleitern und aus Vertretern des B.I.E. zusammensetzt. Bei der Beteiligung der Länder wird zwischen zwei Typen unterschieden: Auf der einen Seite die Pavillons (Typ 1), hier mit einer Ausstellungsfläche über 2.000 qm (A) und unter 2.000 qm (B) sowie auf der anderen Seite die Cluster-Beteiligungen (Typ 2), deren Bau teilweise von Italien als Expo-Ausrichter ausgeführt wurde.

Die Kategorie Architektur und Landschaftsbau bewertet bei den Pavillons die äußere Gestaltung, das Architekturdesign, die technische Konstruktion, die Realisierung kultureller Besonderheiten und die Berücksichtigung von nachhaltigen Ideen. Die Pavillons werden in beiden Größen (A und B) ausgezeichnet, vergeben werden also insgesamt sechs Preise. Der Award für Ausstellungsdesign geht an beide Beteiligungstypen. Ausgezeichnet wird die Innengestaltung der Ausstellung, die Qualität der Exponate, der Bezug zum EXPO-Thema, wie nachhaltig die Ausstellung ist und deren Funktionalität: Wie ist der Besucherfluss organisiert? Wie gut können Besucher die Ausstellungsobjekte ausprobieren und mit ihnen interagieren? Die neun Awards für Themen-Entwicklung bewerten, wie gut das Thema der Expobeteiligung das Motto der Weltausstellung widerspiegelt. Sie werden ebenfalls sowohl für die Pavillons als auch für die Cluster-Beteiligung verliehen. Kriterien sind Beachtung und Weiterentwicklung des Expo-Mottos sowie Innovationsgrad, Verständlichkeit und Bildungsinhalte der Botschaften. Außerdem bewertet dieser Preis die beste vorgestellte Lösung zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt der natürlichen Ressourcen.

Die Expertenkommission gibt die Preisträger am 30. Oktober 2015 bekannt. Wer wird unter den Gewinnern sein? Darüber spekuliert man seit längerem. Die Medien heben einzelne Pavillons hervor, Best-of-Listen wurden veröffentlicht. Wertet man das Besucherinteresse als Indiz – sichtbar an den Warteschlangen und Wartezeiten vor den Pavillons – dann zählt der Deutsche Pavillon „Fields of Ideas“ mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den Favoriten. Bereits während der Laufzeit erhielt er außerdem den Designpreis “Red Dot Award: Communication Design 2015″ und wurde für die jährliche Preisverleihung des Verbandes für direkte Wirtschaftskommunikation (FAMAB) in drei Kategorien nominiert. Wir dürfen also gespannt sein, ob der Expo-Preisregen für Deutschland weitergeht.

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