EXPO MILANO 2015
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EXPO 2015: Weltausstellung ist gar nicht schwer

Praktische Tipps für Ihren Besuch der Weltausstellung in Mailand

EXPO 2015 - Der Decumano, die Hauptachse des Expo-Geländes, ist 1,4 Kilometer lang / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinGanz offensichtlich führen doch nicht alle Wege nach Rom, denn ein paar davon führen auch ins weiter nördlich gelegene Mailand und dort zur EXPO MILANO 2015. Die Weltausstellung findet in einer der teuersten Städte Europas statt – das merkt der Besucher besonders an den (g)astronomischen Preisen in der Stadt. Deswegen kann sich gerade für Italien-Urlauber, die eh schon im Land sind, ein Tagesausflug zur Expo durchaus lohnen. Für viele mag es die erste Weltausstellung sein oder die erste Veranstaltung dieser Größe unter freiem Himmel bei teils tropischen Temperaturen im Sommer. Und nicht nur deshalb hier ein paar praktische Tipps für einen erlebnisreichen, aber entspannten Besuch der Expo.

Mailand hat eine gute Infrastruktur

EXPO 2015: Mit der Metro direkt zur Weltausstellung / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinSchon bei der Anreise stellen Sie fest, dass Mailand infrastrukturell perfekt erschlossen ist: zwei Flughäfen, ein dichtes Autobahnnetz und ein öffentliches Verkehrssystem mit Eisenbahnen, S-, U- und Straßenbahnen sowie Bussen. Von den Flughäfen Malpensa und Linate ins Stadtzentrum brauchen Sie mit Bus und Bahnen jeweils 30-45 Minuten, von dort mit der U-Bahn zur EXPO mit der vollklimatisierten Metro Linea 1 (oranges Schild) noch einmal etwa 30 Minuten. Letztere hält direkt direkt am Expo-Bahnhof Rho Fiera, genau wie die S-Bahnen der Linien S5 und S6. Wer mit dem Auto anreist, der folgt den kleinen, aber gut sichtbaren EXPO-Wegweisern, die überall an den Hauptstraßen angebracht sind. Von den Parkplätzen Arrest, Fiera Milano und Trenno fahren Shuttle-Busse zum EXPO-Gelände.

Shuttle-Busse und gutes Schuhwerk für weite Wege

EXPO 2015: Der Eingang West hat sich etabliert  / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinAnders als von den Organisatoren geplant, hat sich der Westeingang der EXPO MILANO 2015 als Haupteingang etabliert. Von hier aus fahren Sie ebenfalls mit Shuttle-Bussen um das Gelände der Weltausstellung und können sie an verschiedenen Haltepunkten wieder verlassen. Eine sehr gute Idee, denn das Gelände ist mit seinen 1,1 Quadratkilometern rund 10 Prozent größer als das gesamte Messegelände in Hannover. Sie werden also weite Strecken zu gehen haben, deswegen ist auch gutes Schuhwerk angeraten, Sportschuhe sind hier üblich.

Die Sommerhitze ist nicht zu unterschätzen

Für einen Besuch auf der EXPO gibt es einen ganzen Katalog mit verschiedenen Ticket-Angeboten, angefangen bei 5 Euro für einen Abendbesuch (ab 19 Uhr). Die Weltausstellung in Mailand ist wochentags bis 23 Uhr geöffnet, am Wochenende bis Mitternacht. Bedenken Sie aber, dass einige Pavillons bereits kurz nach 20 Uhr schließen. EXPO 2015: Wartende Besucher vor dem Pavillon Kasachstans / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinWer also den Besuch eines der beliebten Pavillons wie Japan, Italien oder Deutschland plant, der sollte die Expo besser tagsüber besuchen. Die Wartezeiten können schon mal etwa eine Stunde lang sein. Auch wenn man dort teils unter Sonnenschirmen ansteht und mit Ventilatoren etwas gekühlt wird, die Sommerhitze und auch der Zeitverlust sind nicht zu unterschätzen. Deshalb war es eine weitere sehr gute Idee der Planer, die Hauptachse des Geländes – den Decumano – großzügig breit anzulegen, und dann auch noch zu überdachen. Gerade bei Außentemperaturen im Hochsommer von nicht selten über 35 Grad Celsius ist das sehr angenehm, weil hier immer ein leichter Wind weht.

Essen, trinken und chillen im Schatten

EXPO 2015: Leckere Fritten am Belgischen Pavillon / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinSie werden sich irgendwann ausruhen wollen, Sie werden viel Durst haben und Sie werden Hunger bekommen. Selbstverständlich können Sie sich an nahezu allen Pavillons der teils exotischen Landesküchen bedienen, aber dazu braucht es in der Regel einen gut gefüllten Geldbeutel. Gibt es dort Kleinigkeiten erst ab rund 10 Euro aufwärts, landen die Belgier hier einen echten Coup: Heiß begehrt sind ihre Fritten, nicht nur wegen es relativ niedrigen Preises von 4 Euro für eine große Portion. Günstiger als in den Pavillons ist es auch in den gastronomischen Betrieben in der „zweiten Reihe“. Hier kann man nett sitzen und zu guten Preisen essen.

EXPO 2015: Trinken ist wichtig bei der sommerlichen Hitze / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinViel zu trinken, also Alkoholfreies, ist wirklich sehr zu empfehlen. Getränke bekommen Sie in den zum Teil sehr schicken Restaurants auf nahezu jedem Pavillon. Als Geheimtipp, weil nicht extra ausgewiesen, gelten die Casa dell’Acqua, die Trinkwasserstationen, sie stehen meist in den hinteren Bereichen des EXPO-Geländes. Eine PE-Flasche dürfen Sie mit auf die EXPO 2015 nehmen und dort jederzeit kostenfrei nachfüllen.

EXPO 2015 – Service Areas links und rechts des Decumano  / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinEinen Espresso oder Caffè Americano zu italienisch-typisch niedrigen Preisen nehmen Sie am besten an einer der Bars in den so genannten Service Areas. Diese lang gestreckten Holzbauten liegen verteilt über das gesamte Gelände direkt am Decumano. Hier finden Sie auf zwei Etagen alles, was Sie brauchen, unter anderem kleine Gastronomie, Apotheken, Toiletten, Wasch- und Wickelräume, Bankautomaten und auch das eine oder andere schattige Plätzchen zum Ausruhen und Abkühlen. Solche gibt es auch am Ende des Cardo, der großen, ebenfalls überdachten Querachse. EXPO 2015: Chillen im Schatten zwischen Italienischem Pavillon und dem Tree of Life / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinHier steht in einem großen Wasserbecken der „Tree of Life“, das weithin sichtbare Symbol der EXPO MILANO 2015. Am Rand des Beckens, unter kleinen Bäumen, chillen die Besucher und Kinder haben Platz, sich auszutoben. Interessant und gut genutzt sind auch die vielen Sitz- und Liegegelegenheiten mitten auf dem Decumano. Hier können Sie sich ausruhen und Menschen vieler Nationen entspannt an sich vorbeiflanieren lassen. Ein solches Angebot könnte sich so manches Messegelände zum Vorbild nehmen.

Freies W-LAN überall auf dem EXPO-Gelände

Auf dem ganzen Expo-Gelände gibt es übrigens ein kostenfreies W-Lan, so können Sie Ihre Bilder und Eindrücke per Smartphone oder Tablet direkt nach Hause schicken. Der Veranstalter hat zudem eine offizielle kostenfreie EXPO-App herausgegeben. EXPO 2015: Freies W-LAN auf dem ganzen Gelände der Weltausstellung / Foto: © Stefan Dömelt/comrheinDamit lässt sich Ihr Besuch auf der Expo recht gut vorbereiten, sie hilft Ihnen beim Ticket-Kauf und auch bei der Orientierung auf dem Gelände. Und wenn Sie dennoch einmal nicht genau wissen, wo Sie etwas finden, dann sprechen Sie die „Volounteers“ an. Die jungen Leute sind nicht nur hilfsbereit und mehrsprachig, sondern auch an Ihren weißen EXPO 2015-Hemden gut zu erkennen.

Im wahrsten Sinne des Wortes ein ‚kleines Problem’ gibt es aber auch auf der Expo, es sind die Mücken. Man sieht sie kaum, aber man spürt, dass sie dagewesen sind. In den frühen Abendstunden sollte man also einfach die üblichen Insektenschutzmittel auftragen. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn man mit seiner Kleidung gerne Bein zeigt, denn darauf landen sie am liebsten.

Mit ein wenig Vorbereitung und ganz viel Neugierde werden Sie eine wirklich schöne Zeit auf der Weltausstellung haben, denn es gibt viel zu sehen und zu erleben auf der EXPO MILANO 2015.

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2 Gedanken zu „EXPO 2015: Weltausstellung ist gar nicht schwer

  1. EXPO auch in Hannover

    Sollten Sie dieses Jahr nicht nach Mailand fahren, so können Sie etwas von der EXPO Stimmung auch im EXPOSEEUM in Hannover erleben. Jeden Sonntag von 11 bis 16 Uhr im einzigen ehrenamtlich betriebenen Museum zu Weltausstellungen!

  2. viel zu großer Besucherandrang

    Wir waren am 17. und 18.10.2015 auf der Expo in Mailand. Es war dermaßen voller Menschen, dass wir es nur geschafft haben, insgesamt 3 Pavillons von innen zu besuchen. Wir waren sehr enttäuscht.

    Es lohnt sich nicht mehr, dort hinzufahren. Wer schon Flüge gebucht hat, sollte die Zeit lieber in Mailand oder der Umgebung verbringen.

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