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Tag der offenen Tür
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Thema des Tages: Messe als Beruf

Am 8. Juni 2016, dem ersten Global Exhibitions Day, öffnete der AUMA seine Türen, um vor allem Berufsanfängern in der Orientierungsphase die Messewirtschaft nahe zu bringen. Initiator des Global Exhibitions Day ist der Messeweltverband UFI. An diesem Tag sollen die Bedeutung von Messen weltweit und die Leistungen der Branche besonders gewürdigt werden. Unter dem Hashtag #GED16 konnte in den sozialen Medien die weltweite Beteiligung von Veranstaltern, Verbänden und Serviceunternehmen aus der Messebranche mitverfolgt werden. Der AUMA unterstützte das Projekt als Verband der Deutschen Messewirtschaft von Anfang an.

Tag der offenen Tür für junge Leute am Global Exhibitions Day

Gemeinsam mit dem FAMAB Kommunikationsverband hatte der AUMA Studierende, Azubis, Dozenten und andere Interessierte zu einem Tag der offenen Tür in sein Institut eingeladen – mit beachtlichem Erfolg: Rund 70 Besucherinnen und Besucher kamen über den Tag verteilt und informierten sich über die vielfältigen Berufe rund um die Messe bei Veranstaltern, Ausstellern und Serviceunternehmen. Denn gerade für Interessierte an einer internationalen Tätigkeit bietet die Messewirtschaft viele berufliche Möglichkeiten. Weiterlesen

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AUMA_FachForum: Social Media jenseits von Twitter & Co.

AUMA_FachForum Social Media 2016. Fotos @ AUMA/Michael FahrigPinterest, Instagram oder Snapchat? Das Ranking der sozialen Plattformen verändert sich immer wieder. Werden bestimmte Instrumente heute von 14 bis 19jährigen genutzt, sind diese morgen aus der Business-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Wie werden sich die sozialen Medien entwickeln? Und wie können Messeveranstalter diese schnelllebigen Instrumente in ihre Kommunikation einbinden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am 13. Juni 2016 über 50 Marketing- und Kommunikationsfachleute aus der Messebranche, die am AUMA_ FachForum Social Media in Berlin teilnahmen. Weiterlesen

Beratung
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Messen: eine Fundgrube für studentische Arbeiten

An den meisten Hochschulen geht gerade die vorlesungsfreie Zeit zu Ende. Viele Studierende nutzten die Pause, um sich auf ihre Abschlussarbeit vorzubereiten. Dabei stehen sie oft vor der schwierigen Frage, welches Thema sie für ihre Hausarbeit, Bachelor- oder Masterarbeit wählen sollen. Deshalb bekamen wir in den letzten Wochen im Institut der Deutschen Messewirtschaft zahlreiche Anfragen von Studierenden, die auf der Suche nach einem Thema im Messebereich sind. Das Spektrum möglicher Spezialisierungen ist groß, denn Messen sind nicht nur in der Praxis sehr vielfältig, sondern auch in der wissenschaftlichen Betrachtung. Weiterlesen

Messebibliothek
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Messebibliothek: über 900 wissenschaftliche Arbeiten

Was bewegt die Messe- und Veranstaltungswirtschaft und womit befassen sich Studierende in den entsprechenden Studiengängen? Netzwerke deutscher Messegesellschaften, Nachhaltigkeit in Messewirtschaft und Veranstaltungstechnik, digitale Transformation im Messewesen, mobile Services auf Messen, Gamification, emotionale Markenführung –  im Jahr 2015 wurde der Bestand der Deutschen Messebibliothek um weitere wissenschaftliche Arbeiten erweitert. Studierende beschäftigten sich außerdem mit Messe-Erfolgskontrolle und Evaluierung von Events, Verbraucherausstellungen, Rahmenprogrammen und dem Umgang mit dem Scheitern von Event-Projekten. Fünf Bachelorarbeiten und sieben Masterarbeiten konnten der bestehenden Sammlung hinzugefügt werden. Außerdem wurden der Bibliothek eine Diplomarbeit und eine neue Dissertation zur Verfügung gestellt.  Weiterlesen

Melissa Richter
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Ausbildung: Ein Messeverband aus der IT-Perspektive

Im Spätsommer häufen sich bei Messegesellschaften Meldungen über den Ausbildungsstart neuer Azubis – auch im AUMA begrüßen wir in diesem Jahr ein neues Gesicht. Melissa Richter ist seit dem 3. August 2015 Auszubildende in der IT-Abteilung des AUMA, wo sie im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung zur Fachinformatikerin mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung ausgebildet wird. Die Blogredaktion will wissen, wie der Einstieg beim AUMA bisher gelaufen ist.

Hallo Melissa, wie sind deine Eindrücke nach den ersten Tagen im AUMA?

Meine ersten Eindrücke hier im AUMA sind alle durchgehend nur positiv. Bei einer Betriebserkundung in meiner ersten Woche habe ich die vielen verschiedenen Arbeitsbereiche und deren Mitarbeiter kennengelernt. Die Mitarbeiter sind alle sehr freundlich und ich freue mich schon sehr, noch mehr Eindrücke sammeln zu dürfen. Weiterlesen

Dach+HOLZ, GHM
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Handwerk live – von Auszubildenden für Schüler

Viele Handwerksbetriebe suchen heute Auszubildende – häufig vergebens. Bürojobs – welcher Art auch immer – erscheinen den meisten Schülern attraktiver. Aber wie kann das Handwerk demonstrieren, welche Vielfalt von Berufen es gibt und wie die Praxis aussieht? Man kann ja schlecht Schulklassen von Betrieb zu Betrieb befördern oder von Baustelle zu Baustelle. Aber zum Glück gibt es ja Messen, und zwar nicht nur Fachmessen für das Bäcker- oder Elektrohandwerk, sondern auch regionale Publikumsmessen. Wie so etwas dort funktionieren kann, zeigte kürzlich beispielhaft die Kreishandwerkerschaft Fulda auf der dortigen Trendmesse. Rund ein Dutzend Handwerksberufe wurden von Auszubildenden vorgestellt; die Zielgruppe waren Schüler aus der Region, die sich ansehen konnten, wie ein Dachdecker arbeitet oder ein Kfz-Handwerker. Sogar den Transport der rund 1.000 interessierten Schüler hatte die Handwerksorganisation übernommen. Auch wenn vermutlich nicht jeder „bekehrt“ wurde, viel anschaulicher und konzentrierter lassen sich Berufe wohl kaum vermitteln. Und nebenbei sieht auch noch der „normale“ Messebesucher, was das Handwerk der Region alles kann.

Foto: DACH+HOLZ International, GHM

Messewissenschaft
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Messewissen gesucht? Jetzt im Messelexikon nachschlagen!

Was ist eigentlich die vielzitierte Umschlaghäufigkeit in der Messewirtschaft? Gibt es eine Definition von „Leitmesse“? Was verbirgt sich hinter den AUMA-Klassifizierungen von Messen, den Kategorien regional, national oder international? Welche Kriterien liegen den Kennzahlen der FKM, der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen zugrunde? Antworten auf diese Fragen bietet der AUMA jetzt auf seiner Webseite im Messelexikon an, das häufig verwendete Begriffe der Messewirtschaft erklärt. Es richtet sich an Berufseinsteiger und Studierende ebenso wie an Branchenexperten.

Ein besonderer Nutzen der Begriffsammlung liegt in der Möglichkeit, vertiefende Literatur zu den Suchwörtern direkt in der Deutschen Messebibliothek recherchieren zu können. Über die Funktion „Später lesen“ kann außerdem eine persönliche Leseliste erstellt, gespeichert und gedruckt werden. Über Permalinks sind die Einträge des Messelexikons auch auf externen Seiten verlinkbar.

Das Messelexikon des AUMA geht mit rund 100 Begriffen an den Start, soll aber durch Anregungen der Nutzer weiter wachsen und auch inhaltlich weiterentwickelt werden. Haben Sie Anmerkungen zu den Begriffen oder Vorschläge für weitere Einträge? Wir freuen uns über eine Mail an lexikon@auma.de.

Zum Messelexikon

didacta 2013
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Young Professionals auf Messen – was ändert sich?

Für die Deutsche Messebibliothek hat der AUMA vor kurzem eine US-amerikanische Studie mit dem Titel „2014 Young Professional Attendee Needs and Preferences Study“ bezogen. Die Studie wurde vom Center for Exhibition Industry Research (CEIR) durchgeführt und von der Society of Independent Show Organizers (SISO) unterstützt. Befragt wurden 300 junge Arbeitnehmer im Alter von 23-40 Jahren, die mindestens ein Jahr in Vollzeit tätig und in Einkaufsentscheidungen für ihr Unternehmen eingebunden waren. Ein weiteres Kriterium für die Teilnahme an der Befragung war der Besuch mindestens einer Business-to-Business-Messe in den zurückliegenden zwei Jahren.

Das Ergebnis zeigt, dass die Zielgruppe Young Professionals Fachmessen gegenüber sehr aufgeschlossen ist und sie als wichtigen Bestandteil beruflicher Entscheidungsfindung, aber auch persönlicher beruflicher Weiterentwicklung nutzt. Die Studie liefert darüber hinaus interessante Details über innerbetriebliche Abläufe bei der Entscheidung, ob jüngere Mitarbeiter Messen besuchen dürfen, beliebte Wochentage für solche Veranstaltungen, gewünschte Inhalte wie Vorträge und Rahmenprogramme sowie favorisierte Kommunikationswege mit dem Veranstalter vor, während und nach der Messe.

Können die Ergebnisse der Studie vom US-amerikanischen Messemarkt auf Deutschland übertragen werden? Das ist sicher nicht ganz einfach. Denn es gibt große Unterschiede in den Forschungsdesigns, die für den US-amerikanischen und den deutschen Markt notwendig sind: So spielen z.B. bei der CEIR-Befragung Klassifizierungen der Young Professionals nach „Career Attitudes“ eine Rolle, also die persönliche Motivationslage von Arbeitnehmern, beruflich etwas zu erreichen. Dies sind Kriterien, die in Befragungen zu Fachmessebesuchen hierzulande bisher keine Rolle spielen. Eine weitere Frage der Studie betraf persönliche „Education Objectives“, also das Interesse, zur persönlichen Weiterbildung an Fachmessen teilzunehmen. Wie die Studie zeigte, war das Interesse an Angeboten zur Wissensvermittlung bei den Befragten besonders groß.

In der in Kürze erscheinenden AUMA-Studie „Fachbesucher auf deutschen Messen“ wurde auch nach den Zielen der Fachbesucher für ihren Messebesuch gefragt. Weiterbildung liegt dort an vierter Stelle und ist damit ein sehr wichtiges Ziel. 48% der Befragten geben an, sich auf einer Messe (auch) weiterbilden zu wollen. Leider liegen für diesen Punkt keine Analysen nach Altersgruppen vor, so dass der AUMA derzeit keine Aussagen zu „Young Professionals“ machen kann.

Auf deutschen Fachmessen gewinnt derzeit die Ansprache jüngerer Zielgruppen deutlich an Bedeutung, vor allem aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels. Das zeigt sich in der stärkeren Präsenz von Hochschulen und Bildungsträgern der Branchen auf Fachmessen, in veränderten Zielen von Ausstellern, bei denen Fachkräftegewinnung eine Rolle spielt (siehe AUMA_MesseTrend 2014) und den Aktivitäten von Veranstaltern, diesen Bedürfnissen mit Jobbörsen oder Rundgängen für Studierende etc. zu entsprechen. Fachmessen werden hier also mehr und mehr auch zu einem wichtigen Tool im Arbeitsmarkt. Dieser Aspekt spielte in der CEIR-Studie gar keine Rolle.

Aber wie sieht es mit der Ansprache von jüngeren Fachmessebesuchern in Deutschland aus?
Gibt es Beispiele, wie Veranstalter dabei besonders effektiv vorgehen?

CEIR 2014 Young Professional Attendee Needs and Preferences Study

Deutsche Messebibliothek

Foto: Koelnmesse, didacta 2013

Studierte Weltenbummler
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Erfolgreiche Messebeteiligung: Gute Ideen zu Ende denken

Nach gut dreißig Jahren sitze ich Mitte Oktober 2014 wieder einmal in einem vollbesetzten Seminarraum unter Studenten in einer Hochschule. 56 Studierende des dualen Studiengangs „BWL/Tourismus“ der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) präsentieren heute ihr Konzept für die Teilnahme der HWR auf der Tourismusmesse ITB im März 2015. Sie haben sich selbst das Label „studierte Weltenbummler“ gegeben und sollen die Messebeteiligung mit allem, was dazu gehört, organisieren. Die Federführung bei diesem Projekt hat Prof. Jörg Soller, außerdem werden die Studenten von weiteren Dozenten unterstützt. Vorbereitet haben sie sich unter anderem in Seminaren zum Thema Projektmanagement, bei Experten aus der Praxis und durch einen Besuch beim AUMA.

Die Studierenden präsentieren ein Konzept wie aus dem Bilderbuch. In mehreren Arbeitsgruppen haben sie alle relevanten Aspekte abgedeckt: Beteiligungsziele definiert und Zielgruppen festgelegt, dazu Budget, Messestand, Pressearbeit, hochschulinternes und -externes Marketing und Sponsoring bedacht. Das Ganze präsentieren sie professionell und souverän. Viel Herzblut und Kreativität sind eingeflossen.

Bei der Gestaltung des Messestandes spielen alte Koffer aus Leder und Stoff eine zentrale Rolle. Tische und Stühle sollen aus Koffern aufgebaut, offene Koffer als Ablage genutzt werden, die Besucher sollen, zum Beispiel bei einem Gewinnspiel, mit den Koffern interagieren. Rund 20 Koffer werden dafür benötigt. Wie es virtuell aussehen könnte (Photoshop sei Dank), zeigt ein Chart in der Powerpoint-Präsentation. In der anschließenden Besprechung folgt der Reality Check zur Umsetzbarkeit: Wo bekommen wir die alten Koffer her? Vom Flohmarkt. 100 Euro sind dafür im Budget eingeplant. Die Universität braucht eine ordnungsgemäße, an sie adressierte Rechnung dafür. – Vor meinem geistigen Auge taucht gerade der Oberhaveler Bauernmarkt in Schmachtenhagen mit Trödelmarkt und Eierbahn auf – Damit können Flohmarkthändler sicher nicht dienen. Wer besorgt die Koffer? Wo bleiben die Koffer nach der Messe?

Professor Soller empfiehlt, das Konzept noch einmal in allen Punkten auf Umsetzbarkeit zu prüfen und für geplante Aktionen Verantwortliche festzulegen. Was nicht realisierbar ist, müsse eben herausfallen. Es zeigt sich wieder einmal, dass man auch die besten Ideen immer bis ganz zu Ende denken muss. Ich bin mir sicher, die Studierenden lösen die Probleme, und freue mich darauf, den fertigen Stand auf der ITB zu besuchen.

Entwurf HWR auf der ITB

Fotos: Sylke Schumann, HWR Berlin (oben), Präsentation Studierte Weltenbummler

Generation Y
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Generation Y: Beim „War for Talents“ fließen Tränen

Auf dem eben zuende gegangenen Veranstaltungskongress MEXCON in Berlin lud der AUMA zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Generation Y und ihren Zukunftsperspektiven auf dem Arbeitsmarkt der Veranstaltungswirtschaft ein. Einen lebendigen Einblick in das Aufeinandertreffen der Generationen X und Y bot zum Einstieg ein kurzes Theaterstück der Theatergruppe Futur3 aus Köln. Dort gerieten eine junge Bewerberin mit großem Selbstbewusstsein aufgrund exzellenter Ausbildung und ein Personalchef, nicht ganz auf der Höhe der digitalen Zeit, in einem Zugabteil in ein Bewerbungsgespräch unter ungewöhnlichen Umständen. Die eingeladenen Experten und weitere Zuhörer beteiligten sich anschließend rege am Austausch über Erfahrungen mit den Potentialen und Problemen des Nachwuchses. Einige der hier zusammengefassten Thesen belegen die Bandbreite der Debatte – weitere Diskussionen und Lösungsansätze sollten folgen, darin waren sich alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen einig.

These 1
„Seit die Generation Y in den Unternehmen angekommen ist, wird dort viel mehr geweint.“, schilderte ein Teilnehmer zu Beginn der Podiumsdiskussion seinen Eindruck.  Die jungen Arbeitnehmer seien heute empathie- und kommunikationsfähiger, ihre Werteorientierung läge mehr auf dem persönlichen Lebensbereich, bestätigten weitere Redner. Mehr Kommunikation im Unternehmen führe auch zu mehr Emotion im Arbeitsleben. Die Herausforderung an das Management sei hier, Kommunikation als hohes Gut zuzulassen, ohne Blockierungen im Arbeitsablauf zu gestatten. Tränen gebe es aber auch, so ein weiterer Beitrag, weil die Fähigkeit zur Selbstkritik von Berufsanfängern abgenommen habe. Das durch Elternhaus und Ausbildungsinstitutionen aufgebaute große Selbstbewusstsein halte dem Arbeitsalltag, in dem auch kritisches Feedback zu verarbeiten sei, zuweilen nicht stand.

These 2
„An der langen Leine kommt die Generation Y zu mehr Leistung.“ Das war die Einschätzung einer Abteilungsleiterin einer Eventagentur. Zu einer zeitgemäßen Gestaltung des Arbeitsalltags in der Veranstaltungswirtschaft gehörten beispielsweise Vertrauensarbeitszeit, Freizeitausgleichsmodelle, eine Unternehmenskultur mit sozialer Einbindung und Respekt für erbrachte Leistungen, also z.B. keine Pitches ohne Honorar. Dann könnten Berufsanfänger sich und ihre in der Ausbildung erworbenen Fähigkeiten besonders gut einbringen und würden zu mehr Leistung motiviert. Problematisch fanden einige Diskussionsteilnehmer an diesem Ansatz, dass gerade bei Veranstaltungen unter Termindruck Leistung auf Abruf unbedingt vom Arbeitgeber einzufordern sein müsse. Es gebe also eine Diskrepanz zwischen durch Freiheiten herbeigeführter Motivation und hierarchisch regulierten Arbeitsprozessen. Hier mache jedoch häufig „der Ton die Musik“, sowohl bei jungen Arbeitnehmern als auch bei Arbeitgebern. Wer nicht führen wolle, wolle nicht selten auch selbst nicht geführt werden, so ein weiterer Beitrag zu diesem Thema.

These 3
„Flexibilität und Partizipation sind wichtige Faktoren für die Generation Y, in der Ausbildung und den Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft.“ Für Prinzipien wie “Erst säen, dann ernten” oder “Lehrjahre sind keine Herrenjahre” hätten junge Berufsanfänger heute keine Geduld mehr, kristallisierte sich aus einigen Diskussionsbeiträgen heraus. Immer im Blick sei die Kosten-Nutzen-Relation eines Engagements in Ausbildung und Beruf. Zwar gebe es durchaus Einsteiger mit Karrierewünschen. Vielen fehle jedoch die Bereitschaft, sich auf ein Mentorensystem einzulassen, sie wünschten einen schnelleren Zugriff auf das Wissensmanagement in Unternehmen. Eine andere Meinung hierzu war, dass es immer weniger Mentoren in Unternehmen gebe, die sich verantwortlich mit dem Nachwuchs beschäftigen wollten. Gute Erfahrung habe man aber mit Projekten wie “Walking-in-your-shoes” gemacht, bei denen der Nachwuchs für einen Tag den Posten des Vorgesetzten übernehme und so eine realistische Einschätzung der Anforderungen an eine Führungskraft und die eigenen Fähigkeiten erhalte.

These 4
„Die Veranstaltungswirtschaft sollte sich mehr in die Ausbildung einbringen.“ Als hinderlich bei der Integration junger Talente in die Arbeitswelt der Veranstaltungswirtschaft erschien in der Debatte der jeweilige Tunnelblick bei Theorie und Praxis zwischen Hochschulabsolventen und dem Tagesgeschäft von Veranstaltern und Agenturen. Wichtig sei einerseits, Praktiker mit langer Berufserfahrung zu respektieren, andererseits sollte der akademische Input von Einsteigern genutzt werden, um eingeschliffene Verfahren in Unternehmen zu optimieren. Insgesamt seien Ausbildungswege heute sehr lang, duale Studiengänge fanden bei den Podiumsgästen einhellig große Zustimmung.

 Fazit:
„Um welche Leistung geht es heute bei Veranstaltungen?“ – Einig war man sich in der Diskussionsrunde, dass in der Veranstaltungsbranche der Weg zum Ziel eher nachrangig sei, es zähle das Ergebnis, nämlich eine gelungene Veranstaltung ohne organisatorische Mängel und mit zufriedenen Auftraggebern und deren Kunden. Die Diskussion über den Nachwuchs für die Branche auf der MEXCON zeigte einmal mehr, dass die Generation Y vielfältig ist. Das Fehlen von Existenzängsten wie in früheren Generationen führe aber zu einer anderen Motivationslage und damit zusammenhängender Leistungsbereitschaft, so eine Meinung der Teilnehmer. Das Prinzip “Zähnezusammenbeißen“ werde im Beruf nicht mehr als zielführend erlebt, Motivation hänge stark vom erwarteten individuellen Nutzen ab. Der gesellschaftliche Wertewandel trage hierzu bei: Themen wie Nachhaltigkeit, Work-Life-Balance und Geschlechter- und Generationengerechtigkeit wirken sich auch auf die Arbeitswelt in der Veranstaltungswirtschaft aus.

Auf dem Podium diskutierten: Dr. Peter Neven (AUMA), Dr. Ursula Paschke (Halle Münsterland/EVVC), Jan Kalbfleisch (FAMAB), Heinz Küsters (Messe Düsseldorf), Iris Konetzky (Reed Exhibitions Deutschland), Vera Viehöfer (EREIGNISHAUS), Benjamin Reske (imagency eventmarketing & crossmedia e.K.), Marc Matern (Intercontinental Berlin); Moderation: Gabriela Dannenberg (MANAGING THE CHAOS)

Theatergruppe Futur3, Köln

Foto: Koelnmesse