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Forschungsgegenstand „messeferne Unternehmen“

Interview mit Hendrik Hochheim, Forschungsreferent im AUMA

Der AUMA hat kürzlich die Studie „Potenzielle Messe-Aussteller: Eine Untersuchung des Marktverhaltens nicht-ausstellender KMU“ veröffentlicht. Die Idee ist naheliegend für einen Messeverband: Um für die Branche noch mehr Unternehmen als Aussteller zu gewinnen, werden diejenigen Firmen identifiziert und untersucht, die bisher nicht auf Messen vertreten sind. Die Umsetzung der entsprechenden Befragung von 500 nicht-ausstellenden Unternehmen (repräsentativ für 350.000 Unternehmen) hat sich jedoch im Hinblick auf die Datenerhebung als schwierig erwiesen. Drei Fragen an AUMA-Forschungsreferent Hendrik Hochheim zum Untersuchungsgegenstand Nicht-Aussteller und über Herausforderungen einer fundierten Messeforschung.

Kein Bock auf Messe? Die Gewinner der "Koch des Jahrs"-Show auf der Anuga sind keine Messeabstinenzler. Foto: Koelnmesse Herr Hochheim, welches Forschungsinteresse gibt es an der Gruppe der Nicht-Aussteller?
Hochheim: Messen gehören auch im digitalen Zeitalter zu den wichtigsten Marketing-Instrumenten. Das wissen wir aus diversen Untersuchungen. Durch  regelmäßige  Befragungen, z.B. jährlich im AUMA MesseTrend, erfahren wir eine ganze Menge über die deutschen Aussteller, die dieses  Instrument erfolgreich nutzen. Spannend ist aber die Gruppe der Unternehmen, die nicht auf Messen ausstellen, da sie ein mögliches Potenzial für Messeveranstalter darstellen. Wir wollten deshalb wissen, welche Potenziale in Bezug auf Messen es tatsächlich gibt und ob unter den
messefernen Unternehmen überhaupt Kenntnisse über das Marketinginstrument Messe vorhanden sind. Außerdem hat uns als Branchenverband interessiert, wie diese Unternehmen an Messen herangeführt werden können. Weiterlesen

EMO Hannover - Foto: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
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Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich.

Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich. Foto: Laser World of Photonics/Messe MünchenWo findet ein Unternehmen heute Innovationen, die etwa den Produktionsprozess verbessern sollen oder auch das Handelssortiment ergänzen sollen? Ein Satiriker vermutete in einer Kolumne der Wirtschaftswoche vor einigen Wochen drei Möglichkeiten: im Internet, in Meetings oder auf Bildungsreisen, und womöglich hat er das sogar ernst gemeint. Messen jedenfalls schloss er dabei ausdrücklich aus. Wer Messen als Fachbesucher kennt, hat allerdings eine grundlegend andere Meinung: Für Fachbesucher deutscher Messen ist nach Untersuchungen des AUMA die Suche nach Innovationen der häufigste Grund, zu Messen zu fahren. Und das ist kein spezifisch deutsches Phänomen. Weiterlesen

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Wissenschaftskommunikation: Vom Elfenbeinturm zur Messebühne

„Deutschland war immer schon Forschungsstandort. Das ist auch heute noch so. Aber der globale Wettbewerb ist härter geworden. Die Forscher müssen daher raus aus ihren Elfenbeintürmen und
ihre Arbeit an den Bedürfnissen der Industrie, Wirtschaft oder dem Handwerk ausrichten. Messen
sind perfekt dafür geeignet, diese Partner zusammenzuführen“, betonte Dr. Peter Neven, Geschäftsführer des AUMA 2016 bei der Kooperationsvereinbarung des Messeverbandes und des MesseArbeitskreis Wissenschaft (MAK), einem Verein, der bundesweit den Technologie- und Wissenstransfer auf Messen sowie das Eigenmarketing von Hochschulen fördert. Weiterlesen

Warum es Messen wohl immer geben wird
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Immer ein gutes Argument: Alle Sinne ansprechen

Beim Sensorikworkshop der DLG e.V. testeten die Teilnehmer ihre gustatorischen Fähigkeiten – und ordneten wässrige Lösungen nach Geschmack an.Das konnten die Teilnehmer des AUMA- Arbeitskreises IT Working Group eindrücklich erleben, als der Arbeitskreis kürzlich zu Gast bei der DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) war. Bei „DLG einmal anders“ wurden im wahrsten Sinne des Wortes alle Sinne angesprochen. In einem Sensorikworkshop testeten die Teilnehmer zunächst ihre visuellen, haptischen, olfaktorischen und gustatorischen Fähigkeiten; sortierten Farbröhrchen nach Intensität, ordneten Proben von weich nach fest, schmeckten wässrige Lösungen von neutral bis umami und prüften Aromen durch Riechen. Interessant dabei ein Vergleich zwischen Mensch und Hund: Hunde riechen mehr als das Zehnfache an Düften im Vergleich zum Menschen, während hingegen sie nur über ein Viertel der Geschmacksknospen verfügen.

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Messebesucher - Foto: PSI Messe/ Behrendt und Rausch Fotografie
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Von Söldnern, Geiseln und anderen Messebesuchern

Der ideale Messebesucher ist ja bekanntlich mit seinem Besuch zufrieden, sagt es anderen und kommt auch noch regelmäßig wieder. Aber das sind leider nicht alle: Sonst wäre ja auch kaum zu erklären, warum – etwa auf deutschen Fachbesuchermessen – 20 – 30 % der Besucher sagen, sie seien zum ersten Mal auf einer Messe. Denn ein entsprechender Anteil von Besuchern ist ja im Vergleich zur letzten Messe diesmal nicht dabei. Eine – nicht repräsentative – Untersuchung des britischen Unternehmens Explori im Auftrag des Messe-Weltverbandes UFI hat über das Verhalten von Messebesuchern aktuelle Erkenntnisse und noch schönere Bezeichnungen von Besuchertypen hervorgebracht, nämlich Apostel, Geisel, Söldner und Entfremdete. Nach der Befragung sind im Durchschnitt 10 % zwar mit ihrem Messebesuch zufrieden, haben aber nicht die Absicht wiederzukommen, etwa weil sie anderswo auf mehr Nutzen des Besuchs hoffen – haben also eine Art Söldner-Mentalität. Andere wiederum – ebenfalls rund 10 % – sind zwar mäßig zufrieden, kommen aber – eher zwanghaft – immer wieder, sogenannte Geiseln, auf Dauer durchaus unsichere Kandidaten. Weitere 10 % waren nicht zufrieden und verzichten auf weitere Besuche; das sind die Entfremdeten.

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Blog Messe Frankfurt Music China
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Geschäftsreisende aus Asien auf Messebesuch

Eine Studie des Singapore Tourism Board aus dem Jahr 2015 mit dem Titel “Asian Business Travellers: Five Things You Need To Know” liefert Einsichten über asiatische Geschäftsreisende, die durchaus auch für die Messebranche interessant sind. Denn die Besuche deutscher Messen gewinnen bei Einkäufern aus Asien immer mehr an Bedeutung: Der AUMA hat berechnet, dass im Jahr 2015 etwa 230.000 Interessenten aus Süd-, Ost- und Zentralasien nach Deutschland gereist sind, um sich auf Messen zu informieren und Kaufentscheidungen zu treffen oder vorzubereiten. Dies war die höchste aus dieser Region je erreichte Besucherzahl. Von daher kann es sicher nicht schaden, wenn man weiß, wie asiatische Geschäftsreisende ticken. Weiterlesen

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Schaukochen rückwärts auf der analytica

Wenn auf der Messe vor Zuschauern gekocht wird, nennt man das heute Live Cooking und zieht damit viel Publikum an den Messestand, vor allem, wenn der Koch ein Prominenter ist. Ganz ähnlich wirkte dieses Konzept auch auf der analytica, der internationalen Leitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie in München. In der Halle A3 wurden in einem Live Lab jedoch keine Gerichte zusammengestellt, sondern im Gegenteil wieder auseinandergenommen, anders gesagt, es wurden Verfahren zur Lebensmittelanalyse präsentiert. Weiterlesen

Messebibliothek
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Messebibliothek: über 900 wissenschaftliche Arbeiten

Was bewegt die Messe- und Veranstaltungswirtschaft und womit befassen sich Studierende in den entsprechenden Studiengängen? Netzwerke deutscher Messegesellschaften, Nachhaltigkeit in Messewirtschaft und Veranstaltungstechnik, digitale Transformation im Messewesen, mobile Services auf Messen, Gamification, emotionale Markenführung –  im Jahr 2015 wurde der Bestand der Deutschen Messebibliothek um weitere wissenschaftliche Arbeiten erweitert. Studierende beschäftigten sich außerdem mit Messe-Erfolgskontrolle und Evaluierung von Events, Verbraucherausstellungen, Rahmenprogrammen und dem Umgang mit dem Scheitern von Event-Projekten. Fünf Bachelorarbeiten und sieben Masterarbeiten konnten der bestehenden Sammlung hinzugefügt werden. Außerdem wurden der Bibliothek eine Diplomarbeit und eine neue Dissertation zur Verfügung gestellt.  Weiterlesen

BrauBeviale 2015
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Vom Studenten zum Start-up in einem Messejahr

Keine Zeit verloren drei studentische Start-ups, die auf dem BMWi-Gemeinschaftsstand junger innovativer Unternehmen auf der BrauBeviale in Nürnberg ihre Neuentwicklungen präsentierten: in Sichtweite der Messestände der TU München und der Hochschule Weihenstephan, auf denen einige der Studenten noch die letzte BrauBeviale verbracht hatten, zeigten sie nun zum ersten Mal selbst ihre Produkte auf der Messe.
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2015_YP_Exhibitor_Needs_and_Preferences_Study
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US-Studie: Was erwarten junge Aussteller auf Messen?

Eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Center for Exhibition Industry Research (CEIR) mit dem Titel „2015 Young Professional Exhibitor Needs and Preferences Study“ beschäftigt sich mit spezifischen Erwartungen junger Messeaussteller, vor allem vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit digitaler Marketinginstrumente und dem Vorrücken der Milleniums-Generation in Entscheiderpositionen.
In der deutschen Messeforschung ist der Ansatz, das Alter von verantwortlichen Mitarbeitern ausstellender Unternehmen zur Befragungsgrundlage zu machen, eher ungewöhnlich. Hier wird eher nach der Bestandsdauer des betreffenden Unternehmens gefragt. Doch auch in Deutschland ist die Zielgruppe junger Aussteller auf Messen ein Thema. So sind etwa “Junge innovative Unternehmen” Zielgruppe eines Förderprogramms des BMWi zur Messeteilnahme von Start-ups. Und die Frage, ob 25- oder 30-Jährige das Medium Messe unter ganz anderen Blickwinkeln sehen als 50- oder 60-Jährige, ist von erheblicher Relevanz für die künftige Ausgestaltung einer Messebeteiligung.

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