Home > Schlagwort ‘Forschung’

AUMA-IMG_0642-Blog
Beitrag gefällt 12 Personen

Wissenschaftskommunikation: Vom Elfenbeinturm zur Messebühne

„Deutschland war immer schon Forschungsstandort. Das ist auch heute noch so. Aber der globale Wettbewerb ist härter geworden. Die Forscher müssen daher raus aus ihren Elfenbeintürmen und
ihre Arbeit an den Bedürfnissen der Industrie, Wirtschaft oder dem Handwerk ausrichten. Messen
sind perfekt dafür geeignet, diese Partner zusammenzuführen“, betonte Dr. Peter Neven, Geschäftsführer des AUMA 2016 bei der Kooperationsvereinbarung des Messeverbandes und des MesseArbeitskreis Wissenschaft (MAK), einem Verein, der bundesweit den Technologie- und Wissenstransfer auf Messen sowie das Eigenmarketing von Hochschulen fördert. Weiterlesen

Warum es Messen wohl immer geben wird
Beitrag gefällt 19 Personen

Immer ein gutes Argument: Alle Sinne ansprechen

Beim Sensorikworkshop der DLG e.V. testeten die Teilnehmer ihre gustatorischen Fähigkeiten – und ordneten wässrige Lösungen nach Geschmack an.Das konnten die Teilnehmer des AUMA- Arbeitskreises IT Working Group eindrücklich erleben, als der Arbeitskreis kürzlich zu Gast bei der DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) war. Bei „DLG einmal anders“ wurden im wahrsten Sinne des Wortes alle Sinne angesprochen. In einem Sensorikworkshop testeten die Teilnehmer zunächst ihre visuellen, haptischen, olfaktorischen und gustatorischen Fähigkeiten; sortierten Farbröhrchen nach Intensität, ordneten Proben von weich nach fest, schmeckten wässrige Lösungen von neutral bis umami und prüften Aromen durch Riechen. Interessant dabei ein Vergleich zwischen Mensch und Hund: Hunde riechen mehr als das Zehnfache an Düften im Vergleich zum Menschen, während hingegen sie nur über ein Viertel der Geschmacksknospen verfügen.

Weiterlesen

Messebesucher - Foto: PSI Messe/ Behrendt und Rausch Fotografie
Beitrag gefällt 14 Personen

Von Söldnern, Geiseln und anderen Messebesuchern

Der ideale Messebesucher ist ja bekanntlich mit seinem Besuch zufrieden, sagt es anderen und kommt auch noch regelmäßig wieder. Aber das sind leider nicht alle: Sonst wäre ja auch kaum zu erklären, warum – etwa auf deutschen Fachbesuchermessen – 20 – 30 % der Besucher sagen, sie seien zum ersten Mal auf einer Messe. Denn ein entsprechender Anteil von Besuchern ist ja im Vergleich zur letzten Messe diesmal nicht dabei. Eine – nicht repräsentative – Untersuchung des britischen Unternehmens Explori im Auftrag des Messe-Weltverbandes UFI hat über das Verhalten von Messebesuchern aktuelle Erkenntnisse und noch schönere Bezeichnungen von Besuchertypen hervorgebracht, nämlich Apostel, Geisel, Söldner und Entfremdete. Nach der Befragung sind im Durchschnitt 10 % zwar mit ihrem Messebesuch zufrieden, haben aber nicht die Absicht wiederzukommen, etwa weil sie anderswo auf mehr Nutzen des Besuchs hoffen – haben also eine Art Söldner-Mentalität. Andere wiederum – ebenfalls rund 10 % – sind zwar mäßig zufrieden, kommen aber – eher zwanghaft – immer wieder, sogenannte Geiseln, auf Dauer durchaus unsichere Kandidaten. Weitere 10 % waren nicht zufrieden und verzichten auf weitere Besuche; das sind die Entfremdeten.

Weiterlesen

Blog Messe Frankfurt Music China
Beitrag gefällt 29 Personen

Geschäftsreisende aus Asien auf Messebesuch

Eine Studie des Singapore Tourism Board aus dem Jahr 2015 mit dem Titel “Asian Business Travellers: Five Things You Need To Know” liefert Einsichten über asiatische Geschäftsreisende, die durchaus auch für die Messebranche interessant sind. Denn die Besuche deutscher Messen gewinnen bei Einkäufern aus Asien immer mehr an Bedeutung: Der AUMA hat berechnet, dass im Jahr 2015 etwa 230.000 Interessenten aus Süd-, Ost- und Zentralasien nach Deutschland gereist sind, um sich auf Messen zu informieren und Kaufentscheidungen zu treffen oder vorzubereiten. Dies war die höchste aus dieser Region je erreichte Besucherzahl. Von daher kann es sicher nicht schaden, wenn man weiß, wie asiatische Geschäftsreisende ticken. Weiterlesen

analytica-2016-fotowand-Blog
Beitrag gefällt 16 Personen

Schaukochen rückwärts auf der analytica

Wenn auf der Messe vor Zuschauern gekocht wird, nennt man das heute Live Cooking und zieht damit viel Publikum an den Messestand, vor allem, wenn der Koch ein Prominenter ist. Ganz ähnlich wirkte dieses Konzept auch auf der analytica, der internationalen Leitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie in München. In der Halle A3 wurden in einem Live Lab jedoch keine Gerichte zusammengestellt, sondern im Gegenteil wieder auseinandergenommen, anders gesagt, es wurden Verfahren zur Lebensmittelanalyse präsentiert. Weiterlesen

Messebibliothek
Beitrag gefällt 22 Personen

Messebibliothek: über 900 wissenschaftliche Arbeiten

Was bewegt die Messe- und Veranstaltungswirtschaft und womit befassen sich Studierende in den entsprechenden Studiengängen? Netzwerke deutscher Messegesellschaften, Nachhaltigkeit in Messewirtschaft und Veranstaltungstechnik, digitale Transformation im Messewesen, mobile Services auf Messen, Gamification, emotionale Markenführung –  im Jahr 2015 wurde der Bestand der Deutschen Messebibliothek um weitere wissenschaftliche Arbeiten erweitert. Studierende beschäftigten sich außerdem mit Messe-Erfolgskontrolle und Evaluierung von Events, Verbraucherausstellungen, Rahmenprogrammen und dem Umgang mit dem Scheitern von Event-Projekten. Fünf Bachelorarbeiten und sieben Masterarbeiten konnten der bestehenden Sammlung hinzugefügt werden. Außerdem wurden der Bibliothek eine Diplomarbeit und eine neue Dissertation zur Verfügung gestellt.  Weiterlesen

BrauBeviale 2015
Beitrag gefällt 14 Personen

Vom Studenten zum Start-up in einem Messejahr

Keine Zeit verloren drei studentische Start-ups, die auf dem BMWi-Gemeinschaftsstand junger innovativer Unternehmen auf der BrauBeviale in Nürnberg ihre Neuentwicklungen präsentierten: in Sichtweite der Messestände der TU München und der Hochschule Weihenstephan, auf denen einige der Studenten noch die letzte BrauBeviale verbracht hatten, zeigten sie nun zum ersten Mal selbst ihre Produkte auf der Messe.
Weiterlesen

2015_YP_Exhibitor_Needs_and_Preferences_Study
Beitrag gefällt 11 Personen

US-Studie: Was erwarten junge Aussteller auf Messen?

Eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Center for Exhibition Industry Research (CEIR) mit dem Titel „2015 Young Professional Exhibitor Needs and Preferences Study“ beschäftigt sich mit spezifischen Erwartungen junger Messeaussteller, vor allem vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit digitaler Marketinginstrumente und dem Vorrücken der Milleniums-Generation in Entscheiderpositionen.
In der deutschen Messeforschung ist der Ansatz, das Alter von verantwortlichen Mitarbeitern ausstellender Unternehmen zur Befragungsgrundlage zu machen, eher ungewöhnlich. Hier wird eher nach der Bestandsdauer des betreffenden Unternehmens gefragt. Doch auch in Deutschland ist die Zielgruppe junger Aussteller auf Messen ein Thema. So sind etwa “Junge innovative Unternehmen” Zielgruppe eines Förderprogramms des BMWi zur Messeteilnahme von Start-ups. Und die Frage, ob 25- oder 30-Jährige das Medium Messe unter ganz anderen Blickwinkeln sehen als 50- oder 60-Jährige, ist von erheblicher Relevanz für die künftige Ausgestaltung einer Messebeteiligung.

Weiterlesen

CeBIT, Deutsche Messe AG
Beitrag gefällt 17 Personen

Alljährlich „vor dem Aus“: Wann eine Messe erfolgreich ist

Wer wollte, konnte es letzte Woche wieder lesen: „CeBIT vor dem Aus: Kaum noch Besucher auf der Profi-Messe“. Jedes Jahr liest man Hiobsbotschaften vom baldigen Untergang der einen oder anderen Messeveranstaltung und fragt sich, ob z.B. 200.000 Besucher viel oder wenig sind.
In der Tat ist die Bewertung dessen, was eine erfolgreiche Messe ist, nicht ganz einfach. Den AUMA erreichen immer wieder Anfragen nach Aufstellungen der „besten“ oder „größten“ Messen. Dann fragen wir zurück: Welche Kennzahlen hätten Sie denn gern? Geht es um Aussteller- oder Besucherzahlen, Entscheideranteil oder Internationalität, Flächen brutto oder netto? Den perfekten Maßstab gibt es nämlich leider nicht. Und es ist zu berücksichtigen, dass manche Branchenleitmessen zwar in Bezug auf ihre Kennzahlen klein, aber in Bezug auf ihre wirtschaftliche Relevanz sehr groß sind.

Letztlich geht es doch darum, ob Aussteller und Besucher zufrieden sind und zur nächsten Messe wiederkommen wollen. Und das ist durchaus messbar. So ergab eine umfangreiche Sekundäranalyse von Fachbesucherbefragungen auf deutschen Messen, die der AUMA in Auftrag gegeben hatte, dass 72 % bereits während der laufenden Messe erklärt haben, die Veranstaltung beim nächsten Mal auf jeden Fall oder wahrscheinlich wieder zu besuchen – und immerhin fast 40% wollen dies auf jeden Fall tun. Für die Studie „Verhalten und Struktur der Fachbesucher auf deutschen Messen – Sekundäranalyse repräsentativer Besucherbefragungen“ haben die Messeveranstalter aktuelle Ergebnisse von 163.000 Fachbesucher-Interviews auf fast 190 Messen zur Verfügung gestellt.

Im Übrigen ist bei der Beurteillung eines Messekonzepts zu berücksichtigen, dass bei der Ausrichtung und thematischen Konzeption jeder Fachmesse meist die volle Branchenkompetenz am Werk ist, zusammengesetzt aus Experten der Messewirtschaft, der Fachverbände und Beiräten, die aus Ausstellern, Besuchern und oft auch Wissenschaftlern einer Branche bestehen. Was bleibt, ist, wie überall, ein gewisses unternehmerisches Risiko.

Foto: Deutsche Messe AG

 

didacta 2013
Beitrag gefällt 10 Personen

Young Professionals auf Messen – was ändert sich?

Für die Deutsche Messebibliothek hat der AUMA vor kurzem eine US-amerikanische Studie mit dem Titel „2014 Young Professional Attendee Needs and Preferences Study“ bezogen. Die Studie wurde vom Center for Exhibition Industry Research (CEIR) durchgeführt und von der Society of Independent Show Organizers (SISO) unterstützt. Befragt wurden 300 junge Arbeitnehmer im Alter von 23-40 Jahren, die mindestens ein Jahr in Vollzeit tätig und in Einkaufsentscheidungen für ihr Unternehmen eingebunden waren. Ein weiteres Kriterium für die Teilnahme an der Befragung war der Besuch mindestens einer Business-to-Business-Messe in den zurückliegenden zwei Jahren.

Das Ergebnis zeigt, dass die Zielgruppe Young Professionals Fachmessen gegenüber sehr aufgeschlossen ist und sie als wichtigen Bestandteil beruflicher Entscheidungsfindung, aber auch persönlicher beruflicher Weiterentwicklung nutzt. Die Studie liefert darüber hinaus interessante Details über innerbetriebliche Abläufe bei der Entscheidung, ob jüngere Mitarbeiter Messen besuchen dürfen, beliebte Wochentage für solche Veranstaltungen, gewünschte Inhalte wie Vorträge und Rahmenprogramme sowie favorisierte Kommunikationswege mit dem Veranstalter vor, während und nach der Messe.

Können die Ergebnisse der Studie vom US-amerikanischen Messemarkt auf Deutschland übertragen werden? Das ist sicher nicht ganz einfach. Denn es gibt große Unterschiede in den Forschungsdesigns, die für den US-amerikanischen und den deutschen Markt notwendig sind: So spielen z.B. bei der CEIR-Befragung Klassifizierungen der Young Professionals nach „Career Attitudes“ eine Rolle, also die persönliche Motivationslage von Arbeitnehmern, beruflich etwas zu erreichen. Dies sind Kriterien, die in Befragungen zu Fachmessebesuchen hierzulande bisher keine Rolle spielen. Eine weitere Frage der Studie betraf persönliche „Education Objectives“, also das Interesse, zur persönlichen Weiterbildung an Fachmessen teilzunehmen. Wie die Studie zeigte, war das Interesse an Angeboten zur Wissensvermittlung bei den Befragten besonders groß.

In der in Kürze erscheinenden AUMA-Studie „Fachbesucher auf deutschen Messen“ wurde auch nach den Zielen der Fachbesucher für ihren Messebesuch gefragt. Weiterbildung liegt dort an vierter Stelle und ist damit ein sehr wichtiges Ziel. 48% der Befragten geben an, sich auf einer Messe (auch) weiterbilden zu wollen. Leider liegen für diesen Punkt keine Analysen nach Altersgruppen vor, so dass der AUMA derzeit keine Aussagen zu „Young Professionals“ machen kann.

Auf deutschen Fachmessen gewinnt derzeit die Ansprache jüngerer Zielgruppen deutlich an Bedeutung, vor allem aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels. Das zeigt sich in der stärkeren Präsenz von Hochschulen und Bildungsträgern der Branchen auf Fachmessen, in veränderten Zielen von Ausstellern, bei denen Fachkräftegewinnung eine Rolle spielt (siehe AUMA_MesseTrend 2014) und den Aktivitäten von Veranstaltern, diesen Bedürfnissen mit Jobbörsen oder Rundgängen für Studierende etc. zu entsprechen. Fachmessen werden hier also mehr und mehr auch zu einem wichtigen Tool im Arbeitsmarkt. Dieser Aspekt spielte in der CEIR-Studie gar keine Rolle.

Aber wie sieht es mit der Ansprache von jüngeren Fachmessebesuchern in Deutschland aus?
Gibt es Beispiele, wie Veranstalter dabei besonders effektiv vorgehen?

CEIR 2014 Young Professional Attendee Needs and Preferences Study

Deutsche Messebibliothek

Foto: Koelnmesse, didacta 2013