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Rechtsprechung zur Produktpräsentation auf Messen

Chancen und Risiken für Rechteinhaber und Aussteller

Messen sind kein rechtsfreier Raum. Vor diesem Hintergrund sehen sich Aussteller mit für sie essentiellen Fragen konfrontiert: Was darf auf einer internationalen Messe präsentiert werden und wie verhält es sich dabei mit den Schutzrechten? Gastautor Dr. Sascha Abrar, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Partner der Düsseldorfer Kanzlei Löffel Abrar, kommentiert dazu drei Gerichtsurteile des Bundesgerichtshofs. Er beschäftigt sich darin mit den Rechten aller Beteiligten und erkennt für Aussteller Möglichkeiten, sich vor Schutzrechtsverletzungen wirksam zu schützen.

Der Messestandort Deutschland hat international eine enorme Bedeutung. Laut Messe-Branchenverband AUMA kommt über die Hälfte der Aussteller aus dem Ausland, davon ein Drittel aus Ländern außerhalb Europas. Die rechtliche Kehrseite dieser Internationalität ist die Tendenz in der Rechtsprechung, Schutzrechtsverletzungen durch Aussteller zu verneinen, weil (angeblich) kein Bezug zu Deutschland vorliegt. Zudem können häufig nur ganz bestimmte Benutzungsformen untersagt werden. Das zeigt ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Ausstellung von urheberrechtlich geschützten Stühlen. Die Rechtsprechung lässt Rechteinhabern aber auch Spielraum, um auf der Messe erfolgreich zu sein.

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Messen brauchen Emotionen – aber bitte maßgeschneidert

FIBO Köln - Foto: Reed Exhibitions Deutschland GmbHDie internationalen Messen in Deutschland haben gerade ein respektables Halbjahresergebnis abgeliefert mit 3 % mehr Ausstellern und 1 % mehr Besuchern. Gleichzeitig sagen einzelne Experten der Messewirtschaft schwere Zeiten voraus, wenn sich nicht Messen und Veranstalter ab sofort radikal änderten, wie etwa kürzlich in einer Marketingzeitschrift. Wie passt das zusammen? Wie meistens in solchen Fällen, meinen die Akteure unterschiedliche Dinge.

Wenn der AUMA Branchendaten veröffentlicht, meint er meistens die jährlich 160-180 internationalen und nationalen Messen in Deutschland, die über alle Branchen reichen. Manche „Messe-Experten“ meinen nur das Segment, das sie selbst kennen, und das sind zum Beispiel (Publikums-) Messen für Branchen mit einem hohen Anteil großer, konsumnaher Markenartikler, also etwa 10 % des Messemarktes. Und selbst dieses Segment ist wahrlich keine Einheit. Sicherlich könnten manche Publikumsmessen mehr Entertainment und Kreativität vertragen und viele Veranstalter haben das schon längst erkannt. Und emotionale Produktinszenierungen gefallen auch den Fachbesuchern. Aber auf Fachbesuchermessen will und muss der Einkäufer auch konzentriert arbeiten; auf einen Festivalcharakter der Messe wird er gern verzichten. Weiterlesen

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Messebesucher aus maximaler Entfernung – heute: die Südsee

VALVE WORLD EXPO - Foto: Messe Düsseldorf/ctillmannDass der Messeplatz Deutschland hochgradig international ist, auch auf der Besucherseite, ist oft genug betont worden. Und die Fakten des besonders starken Messejahres 2016 unterstreichen dies deutlich: Es wurden mehr als 700.000 Besuche aus Ländern außerhalb Europas registriert. Selbst aus Australien kamen fast 25.000 und aus Neuseeland fast 5.000. Verblüffend ist aber schon, dass über 400 Messebesucher aus Neukaledonien kamen, über 100 aus Französisch-Polynesien, fast 100 aus Nauru und sogar einige von den Fidschi-Inseln. Leider können wir nicht ermitteln, auf welchen Messen diese Besucher waren, weil wir nur Gesamtzahlen pro Messegesellschaft erhalten. Sicher ist aber, dass es keine Aussteller der ITB waren, die in eine Besucherbefragung geraten waren, ohne sich zu enttarnen. Angaben von Witzbolden waren es wohl auch nicht, denn Besucher von den Weihnachts- oder Oster-Inseln wurden nicht registriert. Weiterlesen

Erfolg durch Messen
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“Erfolg durch Messen” nah dran am Mittelstand

Mit der Kampagne “Erfolg durch Messen” ist der AUMA auch dieses Jahr wieder deutschlandweit auf Veranstaltungen unterwegs und bringt dem Mittelstand den Nutzen von Messebeteiligungen ganz persönlich nahe. Unter dem Leitgedanken “mit weniger Energie mehr Entscheider erreichen” machte etwa eine Handy-Ladestation den “Faktor Verbindung” deutlich, der Messen zu eigen ist. Dass sich Messen wegen ihres vorteilhaften Kosten-Nutzen-Verhältnisses auch für kühle Rechner eignen, transportierte der “Faktor Coolness” einer Eistruhe. Im ersten Halbjahr 2017 war der AUMA auf Mittelstandsveranstaltungen in Mainz, Hamburg, Fürstenfeldbruck, Düsseldorf, Stuttgart und München präsent. Im zweiten Halbjahr stehen weitere Stationen auf dem Programm, ehe die Tour im Dezember in Leipzig endet. Weiterlesen

EMO Hannover - Foto: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
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Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich.

Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich. Foto: Laser World of Photonics/Messe MünchenWo findet ein Unternehmen heute Innovationen, die etwa den Produktionsprozess verbessern sollen oder auch das Handelssortiment ergänzen sollen? Ein Satiriker vermutete in einer Kolumne der Wirtschaftswoche vor einigen Wochen drei Möglichkeiten: im Internet, in Meetings oder auf Bildungsreisen, und womöglich hat er das sogar ernst gemeint. Messen jedenfalls schloss er dabei ausdrücklich aus. Wer Messen als Fachbesucher kennt, hat allerdings eine grundlegend andere Meinung: Für Fachbesucher deutscher Messen ist nach Untersuchungen des AUMA die Suche nach Innovationen der häufigste Grund, zu Messen zu fahren. Und das ist kein spezifisch deutsches Phänomen. Weiterlesen

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Wissenschaftskommunikation: Vom Elfenbeinturm zur Messebühne

„Deutschland war immer schon Forschungsstandort. Das ist auch heute noch so. Aber der globale Wettbewerb ist härter geworden. Die Forscher müssen daher raus aus ihren Elfenbeintürmen und
ihre Arbeit an den Bedürfnissen der Industrie, Wirtschaft oder dem Handwerk ausrichten. Messen
sind perfekt dafür geeignet, diese Partner zusammenzuführen“, betonte Dr. Peter Neven, Geschäftsführer des AUMA 2016 bei der Kooperationsvereinbarung des Messeverbandes und des MesseArbeitskreis Wissenschaft (MAK), einem Verein, der bundesweit den Technologie- und Wissenstransfer auf Messen sowie das Eigenmarketing von Hochschulen fördert. Weiterlesen

FKM: Aus Messebeteiligungen lernen – am besten mit Fakten
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Aus Messebeteiligungen lernen – am besten mit Fakten

Nach der Messe ist vor der Messe: Dieser Grundsatz gilt ganz besonders dann, wenn man aus der gerade abgeschlossenen Messebeteiligung etwas für die nächste lernen will. Und das wollen hoffentlich alle. Grundlage dafür sind natürlich die eigenen systematischen Erfassungen der Besucher und ihrer Wünsche, aber auch die Besucherdaten des Veranstalters, die zeigen, wie sich die gesamte Messe entwickelt hat. Weiterlesen

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Echte Begegnungen wirken nachhaltig positiv

Energie für zwischendurch: Der AUMA-Stand auf den B2B Marketing Days in Würzburg hatte neben Fakten zur Messewirtschaft gesundes Obst und Saft für die Tagungsteilnehmer im Angebot.Direkte Kommunikation ist ja das große Plus von Messen. Aber Live-Kommunikation hat generell einen Mehrwert. Und so tourten auch im Jahr 2016 wieder AUMA-Kollegen durch Deutschland, um auf diversen Mittelstands- und Marketingveranstaltungen über Messen zu informieren und mit (potenziellen) Ausstellern zu sprechen. Im Rahmen der AUMA-Kampagne „Erfolg durch Messen“ war indes am AUMA-Stand nicht nur Beratung angesagt. Angeboten wurde hier neben dem kostenfreien Service einer Handy-Schnell-Ladestation, mit der Veranstaltungsbesucher ihre smarten Endgeräte mit frischer Energie aufladen konnten, Eis, Kaffee oder Obst – immer mit dem Absender „AUMA – Die deutsche Messewirtschaft“.  Weiterlesen

Hans-Joachim_Tilse_Tilse_Industrie-und_Schiffstechnik_GmbH_LS_LC
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Von Flaggen, Rückenwind und Gegenwind.

Welche Erfahrungen mittelständische Unternehmen mit dem Auslandsmesseprogramm des Bundes  gemacht haben, war Thema von Gesprächen mit Unternehmern. Die Interviews mit Geschäftsführern und Kommunikationsverantwortlichen  veröffentlichen wir in einer Reihe hier im AUMA_Blog.

Interview mit Hans-Joachim Tilse, Geschäftsführer TILSE Industrie- und Schiffstechnik GmbH, Hamburg/Nennhausen

"Made in Germany ist im Ausland mit dem Ruf von Qualität und Pünktlichkeit sehr gut aufgestellt", erklärt Hans-Joachim Tilse, Geschäftsführer der Tilse Industrie- und Schiffstechnik GmbHMoin Moin! Sie sind also sozusagen der Kapitän eines Weltunternehmens.
Tilse: Wenn Sie damit meinen, dass unsere Technologie weltweit führend ist, dann ja. Unser Hauptabsatzgebiet ist aber zu 90% die EU, außerdem die USA, Australien und Neuseeland.

Wie sieht es mit dem Mittleren Osten aus? Und mit China?
Tilse: China war ja noch nie mit dem Wasser verheiratet. Der Markt dort ist einfach noch nicht reif für größere Yachten. Unser Verband beobachtet aber die Entwicklung – und die Messen. Letztere sind eher noch Gemischtwarenläden, keine reinen Yachtmessen. Aber das wird sich noch entwickeln. Weiterlesen

Messebesucher - Foto: PSI Messe/ Behrendt und Rausch Fotografie
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Von Söldnern, Geiseln und anderen Messebesuchern

Der ideale Messebesucher ist ja bekanntlich mit seinem Besuch zufrieden, sagt es anderen und kommt auch noch regelmäßig wieder. Aber das sind leider nicht alle: Sonst wäre ja auch kaum zu erklären, warum – etwa auf deutschen Fachbesuchermessen – 20 – 30 % der Besucher sagen, sie seien zum ersten Mal auf einer Messe. Denn ein entsprechender Anteil von Besuchern ist ja im Vergleich zur letzten Messe diesmal nicht dabei. Eine – nicht repräsentative – Untersuchung des britischen Unternehmens Explori im Auftrag des Messe-Weltverbandes UFI hat über das Verhalten von Messebesuchern aktuelle Erkenntnisse und noch schönere Bezeichnungen von Besuchertypen hervorgebracht, nämlich Apostel, Geisel, Söldner und Entfremdete. Nach der Befragung sind im Durchschnitt 10 % zwar mit ihrem Messebesuch zufrieden, haben aber nicht die Absicht wiederzukommen, etwa weil sie anderswo auf mehr Nutzen des Besuchs hoffen – haben also eine Art Söldner-Mentalität. Andere wiederum – ebenfalls rund 10 % – sind zwar mäßig zufrieden, kommen aber – eher zwanghaft – immer wieder, sogenannte Geiseln, auf Dauer durchaus unsichere Kandidaten. Weitere 10 % waren nicht zufrieden und verzichten auf weitere Besuche; das sind die Entfremdeten.

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