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Messemarkt Iran: Internationales Interesse ist groß

Ende der Sanktionen führt zum Aufschwung der Messewirtschaft

Der iranische Messemarkt verzeichnet derzeit eine positive Entwicklung. Das wird besonders deutlich, wenn man einen Blick auf die Anzahl der im Iran stattfindenden Messen wirft: Waren 2008 noch 22 in der AUMA-Datenbank gelistet, sind es 2017 bereits 60 Messen. Der Anstieg ist auf die Aufhebung der meisten Wirtschaftssanktionen seitens Europa und den USA zurückzuführen, die im Wiener Atomabkommen vom Juli 2015 beschlossen wurde. Nach dem acht Jahre anhaltenden Embargo arbeiten auch viele deutsche Unternehmen an einem Wiederaufbau ihrer Kontakte in den Iran und investieren verstärkt in Messebeteiligungen. Weiterlesen

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Türkei: Messemarkt in Bewegung

Beharrlichkeit zahlt sich aus: Dieses Sprichwort gilt auch für Geschäftskontakte, die auf türkischen Messen geknüpft werden, denn diese ermöglichen neben dem Zugang zum türkischen Markt auch den zum Balkan, Kaukasus und Mittelasien sowie in die Länder des Nahen Ostens. Und dort spielen Vertrauen und persönliche Beziehungen eine große Rolle für das Business. Mehrmalige Beteiligungen als Aussteller bzw. als Besucher auf ein und derselben Messe sind dafür eine Voraussetzung. Aussteller aus Deutschland sollten darüber hinaus mit kulturellen Unterschieden rechnen: So stehen zunächst Themen wie Familie, Wohnort und Herkunft, Ausbildung oder Universitätsbesuch, Anekdoten aus dem Geschäftsleben und oft auch Fußball im Vordergrund, bevor geschäftliche Angelegenheiten besprochen werden. Gut zu wissen, ist doch die Türkei für deutsche Unternehmen ein interessanter Markt: Deutschland liegt hinsichtlich des Exports in die Türkei mit 19,3 Mrd. Euro auf Rang 3; bezüglich der Wareneinfuhr aus der Türkei ist Deutschland sogar der wichtigste Abnehmer vor Irak und Großbritannien mit einem Warenwert in Höhe von 13,3 Mrd. Euro. Weiterlesen

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Messewirtschaft hilft bei Unterbringung von Flüchtlingen

Mobilität bestimmt immer mehr unsere Gegenwart, heißt es in Zukunftsstudien: Wir ziehen wegen einer Arbeitsstelle oder eines Praktikums in eine andere Stadt oder verfahren viel Zeit auf dem Weg zur Arbeit. Dass wir in ein anderes Land ziehen müssen, weil unser Leben bedroht ist, gehört zum Glück nicht (mehr) in unsere Gegenwart. Dennoch sind Flüchtlinge Teil unseres Alltags geworden.

Laut der aktuellen Prognose der Bundesregierung werden in diesem Jahr bis zu 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die Medien berichten viel über die Probleme bei der Unterbringung und Versorgung dieser Menschen. Berichtet wird aber auch von einem großen Engagement seitens der Bevölkerung zu helfen, sei es in Form von Spenden, Freiwilligendiensten oder mit Privatquartieren. Auch die Messeveranstalter in Deutschland helfen mit. Weiterlesen

Stuttgarter Messeherbst 2014 Mineralien und Fossilien
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Messehallen mit Masse oder Klasse?

Die Messewirtschaft ist eine Branche, in der man gern in Mengen denkt: Presse-Informationen sollten möglichst einen Rekord enthalten, mehr Aussteller, mehr Besucher, auch zehn statt neun genutzte Hallen sind eine Nachricht wert. Auf der letzten FAMA-Tagung hielt Stephan Peyer, Chief Development Officer der Messe Schweiz, ein Plädoyer für mehr Qualität, und zwar mit bemerkenswerter Radikalität. Also: nicht nur auf ein paar Me-Too-Aussteller verzichten, sondern ganze Investitions- oder Konsumgütermessen kuratieren wie eine Kunstausstellung. So steige nicht nur die Angebotsqualität, sondern die einbezogenen Aussteller seien auch leichter zu bewegen, sich an gemeinsamen Aktionen zu beteiligen, die wiederum die Attraktivität der Messe für den Besucher erhöhen.
Verbleibt nur noch das Problem, die reduzierten Einnahmen aus der Standvermietung zu kompensieren. Auch dafür ließen sich, so Peyer, Möglichkeiten finden, vor allem durch ein größeres Angebot an Serviceleistungen.

Ist das ein Weg zur Messe der Zukunft und vor allem: kann er funktionieren?

Foto: Messe Stuttgart

Olympiastadion Berlin
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Messen auf 448 Fußballfeldern

Um ihren Standard zu halten, brauchen Messen eine moderne Infrastruktur. Dafür investieren die deutschen Messegesellschaften in den nächsten Jahren rund 323 Millionen Euro in ihre Messegelände, vor allem für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Die Messegelände selbst wurden in den vergangenen Jahren nur relativ wenig erweitert. Aktuell bietet der Messeplatz Deutschland für internationale Messen eine Fläche von 2,77 Millionen m², nur rund ein Prozent mehr als im Jahr 2013. Rechnet man die Messekapazitäten in Städten mit regionalen Messen hinzu, verfügt Deutschland damit über 3,2 Millionen m² Messehallenflächen. Auch wenn das recht viel klingt – gefühlt fast so groß wie das Saarland oder Berlin – die gesamten Messehallenkapazitäten in Deutschland sind nur halb so groß wie die Insel Baltrum (6,5 km²). Eine Fläche so groß wie 448 Fußballfelder, auf der jährlich rund 350 Messen ausgespielt werden, darunter 150 internationale Messen mit bis zu 180.000 Ausstellern und rund 10 Mio. Besuchern. (Foto: Olympiastadion Berlin)

Gran Via Barcelona
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Messemarkt Spanien: Aussteller und Besucher aus dem Ausland dringend gesucht

Die wirtschaftlich schwierige Lage in Spanien hat auch die spanische Messewirtschaft spürbar verändert: Die Zahl der Messen ist gegenüber 2006 um 40% zurückgegangen. Auch die Aussteller- und Besucherzahlen sind deutlich eingebrochen. Die Messehallen bleiben also leer, zumal Spanien in den Jahren bis zur Wirtschaftskrise seine Hallenkapazitäten tüchtig aufgestockt hat: Während die sechs größten Messegelände im Jahr 2002 noch über eine Hallenkapazität von 606.871 m² verfügten, wurden diese bis 2011 auf insgesamt 982.528 m² ausgebaut. Aktuell sind die Messegelände Gran Via in Barcelona und in Valencia unter den Top 10 der größten Messegelände weltweit.

Mehr Internationalität auf den Messen in Spanien könnte helfen, die Krise zu überwinden. Das wird auch deutlich, wenn man die durchschnittlichen Ausgaben der Messeteilnehmer in Spanien vergleicht: Ein ausländischer Teilnehmer gibt rund 2.000 Euro am Tag aus, ein spanischer 375 Euro. Inzwischen unternehmen die Veranstalter erhebliche Anstrengungen, um die Internationalität ihrer Messen zu erhöhen. IFEMA Madrid beispielsweise plant in diesem Jahr, 3 Mio. Euro in das Auslandsmarketing zu investieren, um ausländische Geschäftspartner nach Madrid zu holen. Auch Fira de Barcelona setzt auf verstärktes Auslandsmarketing: So werben Büros in 43 Ländern für die eigenen Messen in der katalanischen Metropole. Ergänzend werden Messen zusammengelegt, um Synergien zu schaffen. Dennoch bleibt die Frage bestehen, ob sich die spanischen Veranstalter bisher zu sehr allein auf die Zugkraft ihrer attraktiven Standorte verlassen haben? Kommen die Bemühungen um Internationalisierung nicht etwas zu spät?

Der jetzt veröffentlichte Messemarkt Spanien beschreibt detailliert die Entwicklung auf den einzelnen Messeplätzen und gibt Hintergrundinformationen zu Messen und Veranstaltern in Spanien. (Foto: Fira de Barcelona)

Dubai World Trade Center
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Groß – größer – Dubai?

Aussagen wie „Wir brauchen unbedingt mehr Fläche“ oder „Das nächste Mal müssen wir uns größer präsentieren“ hören Messeveranstalter gerne von ausstellenden Unternehmen. Sie sind der Beweis dafür, dass die Messe gut läuft,  dass die Aussteller gute Geschäfte machen. Allerdings gibt es auch Grenzen, und zwar dann, wenn die Hallenkapazitäten nicht für alle Interessenten ausreichen.

Mit dieser Situation waren auch die deutschen Aussteller auf der Gulfood – Food and Hospitality Show in Dubai konfrontiert. Zwar umfasste 2014 der German Pavilion des Bundeswirtschaftsministeriums mit 48 teilnehmenden Unternehmen rund 900 m². Jedoch konnten nahezu alle Aussteller nicht ihre gewünschte Standgröße in vollem Umfang anmieten. Denn der Veranstalter, das Dubai World Trade Centre, hatte für den German Pavilion im Bereich Hotel Equipment nicht ausreichend Fläche zur Verfügung gestellt. Zumindest nicht in einer regulären Ausstellungshalle. Fläche in einer provisorischen Zelthalle kann in Dubai für den German Pavilion keine Alternative sein.

Auch wenn also auf dieser Messe in Dubai alle größer wollen, scheint größer vorerst kaum möglich. Außer weitere Teilbereiche dieser Messe werden in separate Messen überführt, die nicht zeitgleich stattfinden. Lohnt dann jedoch mehr Ausstellungsfläche noch, wenn wegen verloren gegangener Synergien möglicherweise weniger Besucher kommen? Oder müssen sich alle gedulden, bis zur EXPO 2020 ein neues, größeres Messegelände fertiggestellt ist?

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Im Ausnahmezustand

Ein Messebesuch jenseits der deutschen Messenormen: Ein Messeplatz abseits der großen Zentren, fast 80.000 m² Messehallen in Privateigentum, der Messeveranstalter in ausländischem Eigentum, das Catering kostenlos für Besucher und Ausstellerpersonal (allerdings sind die Standmieten höher als üblich), das Angebot: Furniere und Möbelgriffe im Ambiente einer Schmuck- oder Modemesse. Wo es das alles gleichzeitig gibt? In Bad Salzuflen auf der ZOW.

Foto: ZOW / Clarion Events Deutschland GmbH

Indien
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Indien braucht mehr staatliche Unterstützung für Messegelände

Diese Forderung wurde Ende April 2013 in New Delhi beim „Open Seminar“ des Indischen Messeverbandes IEIA vorgebracht. Viele indische Redner haben gegenüber den Vertretern des Staates und der Regionen deutlich gemacht, wie wichtig Messen für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Indiens seien. Diese Rolle der Messewirtschaft könne aber noch besser ausgefüllt werden, wenn die Quantität und Qualität der Messekapazitäten gerade in den Zentren New Delhi und Mumbai deutlich zunehmen würden.

Diese Diskussion gibt es seit Jahren. Derzeit sind zwar neue Messegelände in Mumbai und bei Delhi im Bau bzw. in Planung. Ein Gelände nahe Mumbai mit rund 20.000 m² hat sogar jüngst die Pforten geöffnet. Ein weiteres Messebauprojekt im Rahmen des staatlichen Entwicklungsplans „Delhi Mumbai Industrial Corridor“ könnte besonders wichtig für den indischen Markt werden. Auch deutsche Messeveranstalter würden von einer Verbesserung der Messekapazitäten in Indien sehr profitieren. Sollte es nach so vielen Ankündigungen der Vorjahre wirklich eine Verbesserung der Lage geben?
(Foto: Bombay Exhibition Centre)