Home > Schlagwort ‘Messekapazitäten’

Im Messerekordfieber - Foto: Fotolia/Alexandra
Beitrag gefällt 7 Personen

Im Messerekordfieber

Dass die Messewirtschaft im In- und Ausland eine Branche der Rekorde ist, dürfte allgemein bekannt sein: Die höchsten Besucherzahlen, die zufriedensten Aussteller, die größten Hallenkapazitäten, das stärkste Umsatzwachstum in den letzten 7 Jahren. So weit, so normal.

Eher am oberen Ende der Catering-Skala: Gebäck auf der INTERNORGA - Foto: Hamburg Messe und Congress/Stefan WallochaIn einzelnen Presseartikeln der letzten Wochen deutet sich allerdings eine radikale Trendwende an: Ein „Branchenkenner“ erklärte, die Veranstalter einer neuen Messe hätten bisher die schlechteste Messe ihrer Branche in Europa durchgeführt. Eine Schuhmesse in Italien hat den Ruf, die am schlechtesten erreichbare Messe ihrer Art zu sein. Ein anderer Experte stieß auf Messe-Catering, das an Körperverletzung grenzte. Immerhin konnte er noch interviewt werden. Was lernen wir daraus? Weiterlesen

Messemarkt-Suedafrika-Beitragsbild
Beitrag gefällt 9 Personen

Messemarkt Südafrika: Logistische Drehscheibe der gesamten Region

Africa Health in Midrand/JohannesburgEine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur macht das südlichste Land Afrikas zur Drehscheibe der gesamten Region. Zusammen mit den hier zur Verfügung stehenden, hochmodernen Messegeländen bietet Südafrika damit beste Voraussetzungen für erfolgreiche internationale Fachmessen mit einem breiten Branchenspektrum, darunter Medizintechnik, Nahrungs- und Genussmittel, Automobilindustrie, Bergbau und Bauwirtschaft. Zusätzlich zu den Messen finden zahlreiche Kongressmessen statt. Nicht zuletzt aufgrund der großen Bedeutung des südafrikanischen Messemarktes für Afrika findet im Herbst 2017 erstmals der jährliche Kongress des Weltmesseverbandes UFI in Johannesburg statt. Weiterlesen

auma-mm-colombia-01
Beitrag gefällt 17 Personen

Messemarkt Kolumbien: Breites Spektrum an Fachmessen

Kolumbien ist nach Brasilien, Mexiko und Argentinien der viertgrößte Messeplatz Lateinamerikas. Die dort stattfindenden Messen und Kongresse wirken bis in die Nachbarländer hinein, so dass sich das Land zum wichtigsten Messeplatz der Andengemeinschaft entwickelt hat. Aussteller und Messebesucher kommen jedoch nicht nur aus den direkten Nachbarländern, sondern aus ganz Latein- und Nordamerika. Der kolumbianische Messemarkt bietet ein breites Spektrum an Fachmessen für verschiedene Branchen, darunter Textilindustrie, Transport und Verkehr, die Bauindustrie, Bergbau und Nahrungsmittel. Weiterlesen

Messemarkt Kasachstan: Messegelände Atakent-Expo in Almaty
Beitrag gefällt 17 Personen

Messemarkt Kasachstan: Wichtigster deutscher Handelspartner in Zentralasien

Medizinfachmesse KIHE, Atakent-ExpoKasachstan ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt und verfügt über die leistungsfähigste Wirtschaft in ganz Zentralasien. Exportiert werden überwiegend Erdöl, Eisen- und Stahlerzeugnisse sowie chemische Produkte. 2016 litt das Land durch den Ölpreisverfall und die Abschwächung der Landeswährung Tenge unter einer Wirtschaftskrise. Aufgrund zahlreicher staatlicher Stützungsmaßnahmen und der Erholung der Ölpreise wird allerdings schon für 2017 ein schwacher Aufschwung prognostiziert. Für Deutschland ist Kasachstan der bedeutendste Handelspartner und das mit Abstand wichtigste Land für Gemeinschaftsbeteiligungen deutscher Unternehmen auf Auslandsmessen in Zentralasien. Weiterlesen

Messemarkt-Iran-Teaser-neu
Beitrag gefällt 15 Personen

Messemarkt Iran: Internationales Interesse ist groß

Ende der Sanktionen führt zum Aufschwung der Messewirtschaft

Der iranische Messemarkt verzeichnet derzeit eine positive Entwicklung. Das wird besonders deutlich, wenn man einen Blick auf die Anzahl der im Iran stattfindenden Messen wirft: Waren 2008 noch 22 in der AUMA-Datenbank gelistet, sind es 2017 bereits 60 Messen. Der Anstieg ist auf die Aufhebung der meisten Wirtschaftssanktionen seitens Europa und den USA zurückzuführen, die im Wiener Atomabkommen vom Juli 2015 beschlossen wurde. Nach dem acht Jahre anhaltenden Embargo arbeiten auch viele deutsche Unternehmen an einem Wiederaufbau ihrer Kontakte in den Iran und investieren verstärkt in Messebeteiligungen. Weiterlesen

CeBit-Bilisim-Eurasia
Beitrag gefällt 13 Personen

Türkei: Messemarkt in Bewegung

Beharrlichkeit zahlt sich aus: Dieses Sprichwort gilt auch für Geschäftskontakte, die auf türkischen Messen geknüpft werden, denn diese ermöglichen neben dem Zugang zum türkischen Markt auch den zum Balkan, Kaukasus und Mittelasien sowie in die Länder des Nahen Ostens. Und dort spielen Vertrauen und persönliche Beziehungen eine große Rolle für das Business. Mehrmalige Beteiligungen als Aussteller bzw. als Besucher auf ein und derselben Messe sind dafür eine Voraussetzung. Aussteller aus Deutschland sollten darüber hinaus mit kulturellen Unterschieden rechnen: So stehen zunächst Themen wie Familie, Wohnort und Herkunft, Ausbildung oder Universitätsbesuch, Anekdoten aus dem Geschäftsleben und oft auch Fußball im Vordergrund, bevor geschäftliche Angelegenheiten besprochen werden. Gut zu wissen, ist doch die Türkei für deutsche Unternehmen ein interessanter Markt: Deutschland liegt hinsichtlich des Exports in die Türkei mit 19,3 Mrd. Euro auf Rang 3; bezüglich der Wareneinfuhr aus der Türkei ist Deutschland sogar der wichtigste Abnehmer vor Irak und Großbritannien mit einem Warenwert in Höhe von 13,3 Mrd. Euro. Weiterlesen

TagCloudSpherewithShadowFewWordsTEMPLATE2015
Beitrag gefällt 16 Personen

Messewirtschaft hilft bei Unterbringung von Flüchtlingen

Mobilität bestimmt immer mehr unsere Gegenwart, heißt es in Zukunftsstudien: Wir ziehen wegen einer Arbeitsstelle oder eines Praktikums in eine andere Stadt oder verfahren viel Zeit auf dem Weg zur Arbeit. Dass wir in ein anderes Land ziehen müssen, weil unser Leben bedroht ist, gehört zum Glück nicht (mehr) in unsere Gegenwart. Dennoch sind Flüchtlinge Teil unseres Alltags geworden.

Laut der aktuellen Prognose der Bundesregierung werden in diesem Jahr bis zu 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die Medien berichten viel über die Probleme bei der Unterbringung und Versorgung dieser Menschen. Berichtet wird aber auch von einem großen Engagement seitens der Bevölkerung zu helfen, sei es in Form von Spenden, Freiwilligendiensten oder mit Privatquartieren. Auch die Messeveranstalter in Deutschland helfen mit. Weiterlesen

Stuttgarter Messeherbst 2014 Mineralien und Fossilien
Beitrag gefällt 5 Personen

Messehallen mit Masse oder Klasse?

Die Messewirtschaft ist eine Branche, in der man gern in Mengen denkt: Presse-Informationen sollten möglichst einen Rekord enthalten, mehr Aussteller, mehr Besucher, auch zehn statt neun genutzte Hallen sind eine Nachricht wert. Auf der letzten FAMA-Tagung hielt Stephan Peyer, Chief Development Officer der Messe Schweiz, ein Plädoyer für mehr Qualität, und zwar mit bemerkenswerter Radikalität. Also: nicht nur auf ein paar Me-Too-Aussteller verzichten, sondern ganze Investitions- oder Konsumgütermessen kuratieren wie eine Kunstausstellung. So steige nicht nur die Angebotsqualität, sondern die einbezogenen Aussteller seien auch leichter zu bewegen, sich an gemeinsamen Aktionen zu beteiligen, die wiederum die Attraktivität der Messe für den Besucher erhöhen.
Verbleibt nur noch das Problem, die reduzierten Einnahmen aus der Standvermietung zu kompensieren. Auch dafür ließen sich, so Peyer, Möglichkeiten finden, vor allem durch ein größeres Angebot an Serviceleistungen.

Ist das ein Weg zur Messe der Zukunft und vor allem: kann er funktionieren?

Foto: Messe Stuttgart

Olympiastadion Berlin
Beitrag gefällt 5 Personen

Messen auf 448 Fußballfeldern

Um ihren Standard zu halten, brauchen Messen eine moderne Infrastruktur. Dafür investieren die deutschen Messegesellschaften in den nächsten Jahren rund 323 Millionen Euro in ihre Messegelände, vor allem für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Die Messegelände selbst wurden in den vergangenen Jahren nur relativ wenig erweitert. Aktuell bietet der Messeplatz Deutschland für internationale Messen eine Fläche von 2,77 Millionen m², nur rund ein Prozent mehr als im Jahr 2013. Rechnet man die Messekapazitäten in Städten mit regionalen Messen hinzu, verfügt Deutschland damit über 3,2 Millionen m² Messehallenflächen. Auch wenn das recht viel klingt – gefühlt fast so groß wie das Saarland oder Berlin – die gesamten Messehallenkapazitäten in Deutschland sind nur halb so groß wie die Insel Baltrum (6,5 km²). Eine Fläche so groß wie 448 Fußballfelder, auf der jährlich rund 350 Messen ausgespielt werden, darunter 150 internationale Messen mit bis zu 180.000 Ausstellern und rund 10 Mio. Besuchern. (Foto: Olympiastadion Berlin)

Gran Via Barcelona
Beitrag gefällt 10 Personen

Messemarkt Spanien: Aussteller und Besucher aus dem Ausland dringend gesucht

Die wirtschaftlich schwierige Lage in Spanien hat auch die spanische Messewirtschaft spürbar verändert: Die Zahl der Messen ist gegenüber 2006 um 40% zurückgegangen. Auch die Aussteller- und Besucherzahlen sind deutlich eingebrochen. Die Messehallen bleiben also leer, zumal Spanien in den Jahren bis zur Wirtschaftskrise seine Hallenkapazitäten tüchtig aufgestockt hat: Während die sechs größten Messegelände im Jahr 2002 noch über eine Hallenkapazität von 606.871 m² verfügten, wurden diese bis 2011 auf insgesamt 982.528 m² ausgebaut. Aktuell sind die Messegelände Gran Via in Barcelona und in Valencia unter den Top 10 der größten Messegelände weltweit.

Mehr Internationalität auf den Messen in Spanien könnte helfen, die Krise zu überwinden. Das wird auch deutlich, wenn man die durchschnittlichen Ausgaben der Messeteilnehmer in Spanien vergleicht: Ein ausländischer Teilnehmer gibt rund 2.000 Euro am Tag aus, ein spanischer 375 Euro. Inzwischen unternehmen die Veranstalter erhebliche Anstrengungen, um die Internationalität ihrer Messen zu erhöhen. IFEMA Madrid beispielsweise plant in diesem Jahr, 3 Mio. Euro in das Auslandsmarketing zu investieren, um ausländische Geschäftspartner nach Madrid zu holen. Auch Fira de Barcelona setzt auf verstärktes Auslandsmarketing: So werben Büros in 43 Ländern für die eigenen Messen in der katalanischen Metropole. Ergänzend werden Messen zusammengelegt, um Synergien zu schaffen. Dennoch bleibt die Frage bestehen, ob sich die spanischen Veranstalter bisher zu sehr allein auf die Zugkraft ihrer attraktiven Standorte verlassen haben? Kommen die Bemühungen um Internationalisierung nicht etwas zu spät?

Der jetzt veröffentlichte Messemarkt Spanien beschreibt detailliert die Entwicklung auf den einzelnen Messeplätzen und gibt Hintergrundinformationen zu Messen und Veranstaltern in Spanien. (Foto: Fira de Barcelona)