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Dubai World Trade Center
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Groß – größer – Dubai?

Aussagen wie „Wir brauchen unbedingt mehr Fläche“ oder „Das nächste Mal müssen wir uns größer präsentieren“ hören Messeveranstalter gerne von ausstellenden Unternehmen. Sie sind der Beweis dafür, dass die Messe gut läuft,  dass die Aussteller gute Geschäfte machen. Allerdings gibt es auch Grenzen, und zwar dann, wenn die Hallenkapazitäten nicht für alle Interessenten ausreichen.

Mit dieser Situation waren auch die deutschen Aussteller auf der Gulfood – Food and Hospitality Show in Dubai konfrontiert. Zwar umfasste 2014 der German Pavilion des Bundeswirtschaftsministeriums mit 48 teilnehmenden Unternehmen rund 900 m². Jedoch konnten nahezu alle Aussteller nicht ihre gewünschte Standgröße in vollem Umfang anmieten. Denn der Veranstalter, das Dubai World Trade Centre, hatte für den German Pavilion im Bereich Hotel Equipment nicht ausreichend Fläche zur Verfügung gestellt. Zumindest nicht in einer regulären Ausstellungshalle. Fläche in einer provisorischen Zelthalle kann in Dubai für den German Pavilion keine Alternative sein.

Auch wenn also auf dieser Messe in Dubai alle größer wollen, scheint größer vorerst kaum möglich. Außer weitere Teilbereiche dieser Messe werden in separate Messen überführt, die nicht zeitgleich stattfinden. Lohnt dann jedoch mehr Ausstellungsfläche noch, wenn wegen verloren gegangener Synergien möglicherweise weniger Besucher kommen? Oder müssen sich alle gedulden, bis zur EXPO 2020 ein neues, größeres Messegelände fertiggestellt ist?

ZOW2014
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Im Ausnahmezustand

Ein Messebesuch jenseits der deutschen Messenormen: Ein Messeplatz abseits der großen Zentren, fast 80.000 m² Messehallen in Privateigentum, der Messeveranstalter in ausländischem Eigentum, das Catering kostenlos für Besucher und Ausstellerpersonal (allerdings sind die Standmieten höher als üblich), das Angebot: Furniere und Möbelgriffe im Ambiente einer Schmuck- oder Modemesse. Wo es das alles gleichzeitig gibt? In Bad Salzuflen auf der ZOW.

Foto: ZOW / Clarion Events Deutschland GmbH

Indien
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Indien braucht mehr staatliche Unterstützung für Messegelände

Diese Forderung wurde Ende April 2013 in New Delhi beim „Open Seminar“ des Indischen Messeverbandes IEIA vorgebracht. Viele indische Redner haben gegenüber den Vertretern des Staates und der Regionen deutlich gemacht, wie wichtig Messen für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Indiens seien. Diese Rolle der Messewirtschaft könne aber noch besser ausgefüllt werden, wenn die Quantität und Qualität der Messekapazitäten gerade in den Zentren New Delhi und Mumbai deutlich zunehmen würden.

Diese Diskussion gibt es seit Jahren. Derzeit sind zwar neue Messegelände in Mumbai und bei Delhi im Bau bzw. in Planung. Ein Gelände nahe Mumbai mit rund 20.000 m² hat sogar jüngst die Pforten geöffnet. Ein weiteres Messebauprojekt im Rahmen des staatlichen Entwicklungsplans „Delhi Mumbai Industrial Corridor“ könnte besonders wichtig für den indischen Markt werden. Auch deutsche Messeveranstalter würden von einer Verbesserung der Messekapazitäten in Indien sehr profitieren. Sollte es nach so vielen Ankündigungen der Vorjahre wirklich eine Verbesserung der Lage geben?
(Foto: Bombay Exhibition Centre)