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Als die Post 1979 fast das Internet erfunden hätte

Internationale Funkausstellung, Berlin 1977Vor fast 40 Jahren tauchte ein neues elektronisches Medium auf, bei dem Experten gleich über seine Auswirkungen auf Messen spekulierten: Auf der Funkausstellung 1979 – heute IFA – stellte die Bundespost den Bildschirmtext vor. Sofort gab es Überlegungen, dass individuelle Anbieter Produktinformationen in das System eingeben könnten, die dann von Nachfragern abgerufen werden könnten, also etwas, was uns heute im Web völlig normal erscheint. Man vermutete deshalb, dass Bildschirmtext das Kommunikationsinstrument Messe beeinträchtigen würde. Der AUMA gründete auf Wunsch seiner Mitglieder einen entsprechenden Arbeitskreis. Der Spuk war aber schnell vorbei. Tatsächlich entwickelte sich der Bildschirmtext zum Videotext als Informationsmedium der Fernsehsender. Und erstaunlicherweise gibt es ihn heute noch. Die elektronische Übermittlung von Text-Informationen für einen breiten Anbieter- und Nutzerkreis wurde erst Jahre später durch das Internet möglich.

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1961: Deutsche Exportwirtschaft auf Roadshows durch Afrika

AUMA 111: Messe-News von gestern

Der Export nach Afrika, vor allem in die Länder südlich der Sahara, gilt traditionell als schwierig, nicht zuletzt wegen der oft unzureichenden (Messe-) Infrastruktur. Vor fast 60 Jahren startete die deutsche Exportwirtschaft deshalb ein kühnes Experiment: Sie organisierte eine Wanderausstellung durch einige Staaten Westafrikas, weil es dort noch kein Ausstellungsgelände gab. Die Ausstellung reiste auf 17 Lkw mit Spezialaufbauten. Der Erfolg ermutigte die Wirtschaft, 1963 eine noch größere Wanderausstellung durch Ostafrika auf den Weg zu bringen: 24 Fahrzeuge mit 55 Begleitpersonen waren sieben Monate unterwegs und steuerten 27 Ziele in Mosambik, Rhodesien (heute Zimbabwe), Njassaland (Malawi), Tansania, Uganda und Kenia an. Weiterlesen

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1926: Zeit der Messe-Inflation

AUMA 111: Messe-News von gestern

Die Ständige Ausstellungskommission, Vorläufer des heutigen AUMA, zieht 1917 – nach zehn Jahren – eine erste Bilanz ihrer Tätigkeit. Sie erstreckt sich insbesondere auf die Reduzierung der Zahl der Veranstaltungen, auf die „Bereinigung des deutschen Ausstellungswesens“, denn zahlreiche Ausstellungen werden von der Industrie als überflüssig betrachtet. Die Kommission berichtet, sie habe seit ihrer Gründung mit 741 gewerbsmäßigen Ausstellungsunternehmern – offensichtlich eine zweifelhafte Spezies – in manchmal heftigem Kampf gestanden. Weiterlesen

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Nǐ Hǎo – Leaderfassung für Messeprofis auf Chinesisch

Erste Erfahrungen mit der Messenger-App WeChat

Während in Europa die Social-Media-Kommunikation rund um Messen überwiegend über Facebook, Twitter und Co. läuft, ist in China die Messenger-App WeChat Branchenführer. Das Besondere an der Anwendung: Sie bietet ebenfalls Möglichkeiten zur Leaderfassung und Vernetzung mit dem Kunden. Gastautorin Spomenka Kolar-Zovko, Messetrainerin und Inhaberin der Akademie escolar, hat sich auf einer fünftägigen Seminarreihe im chinesischen Wuhan mit den Funktionen der App bekannt gemacht.

Während eines meiner Messetrainings zur Light+Building, sprach eine Teilnehmerin aus dem Bereich Export von ihrer Erfahrung mit China und über die App WeChat als eine Alternative zu Gesprächsnotizen auf Papier und zur hauseigenen App, mit der die Besucher erfasst werden. Eine interessante Nutzungsmöglichkeit, denn für uns Messeprofis ist es eine immer aktuelle Herausforderung, unsere Besucher optimal zu erfassen. Weiterlesen

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Nicht nur Messen leben von Innovationen: Zu Gast bei der Start-up Night der Kreativen

"Wow": Bei so viel Innovationskraft mutiger Unternehmer ein passender Ausspruch.Was haben Messen und die Kultur- und Kreativwirtschaft gemeinsam? Eine Antwort darauf bot die diesjährige “Start-up Night der Kreativen” im Bundeswirtschaftsministerium am 27. Februar. 32 Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs „Kultur- und Kreativpiloten Deutschlands 2017“ stellten hier ihre Projekte und damit ihr branchenübergreifendes Potential vor. Weiterlesen

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Messemarkt Russland: Großes Land, großes Angebot, großes Interesse

Das Gelände des ExpoCentres in Moskau umfasst neun Hallen sowie 34 Mehrfunktionsräume für Kongresse, Seminare und Pressekonferenzen. - Foto: WorldBuild Moskow 2017Die russische Messelandschaft ist thematisch und infrastrukturell vielfältig – nicht zuletzt aufgrund der Größe des Landes. Nach Angaben des russischen Messeverbandes Russian Union of Exhibition and Fairs (RUEF) werden jährlich rund 900 Messen in 46 Städten auf insgesamt 2 Mio. m² Ausstellungsfläche veranstaltet. Die meisten und wichtigsten Messen finden in Moskau statt, darunter die Baufachmesse bauma CTT Russia, die Werkzeugmaschinenmesse Metalloobrabotka und die Automobilmesse MIMS Automechanika Moscow. Drei der vier bedeutendsten Messegelände Russlands befinden sich in der Hauptstadt, die Hälfte der Kapazitäten insgesamt – und es wird weiter gebaut. Nach den letzten Krisenjahren ist die russische Wirtschaft seit 2017 wieder auf Wachstumskurs. Eine zentrale Rolle spielt dabei die staatliche Förderung der Digitalisierung und des Exports, z.B. durch die Einführung des Labels „made in Russia“. Weiterlesen

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Innovationen – für kleine und große Kinder

Der Nuckelkrug sorgt für Spaß bei den Großen, der getrackte Rucksack dient wohl eher zur Beruhigung. Gibt es überhaupt noch Innovationen, bei denen man denkt: Endlich kommt mal jemand drauf? Eher selten, aber kürzlich auf der Spielwarenmesse in Nürnberg konnte man fündig werden – zum Beispiel auf dem Gemeinschaftsstand der jungen innovativen Unternehmen. Und die Kunst scheint darin zu bestehen, bekannte Dinge zu etwas Neuem zu kombinieren. Da war etwa ein Nuckelkrug zu sehen, vor allem wohl für Kinder südlich der Mainlinie, die großen Vorbildern nacheifern wollen (natürlich nicht beim Getränk selbst). In Norddeutschland sind ja – selbst bei Erwachsenen – eher kleinere Gefäße üblich. Nicht schlecht auch die Idee, einen Kinder-Rucksack mit GPS auszustatten. Das erleichtert das Wiederfinden, einschließlich des dazugehörigen Kindes. Weiterlesen

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Messemarkt VAE: Dubai dominiert Messewirtschaft am Arabischen Golf

GITEX in DubaiDie internationale Handelsdrehscheibe Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist gleichzeitig der wichtigste Messeplatz – nicht nur in den Emiraten, sondern in der gesamten Region des Arabischen Golfes. Hier finden fast alle der 100 bis 120 wichtigen Messen des Landes statt, darunter die Gulfood, die GITEX, die Arab Health, The Big 5 Show und die WETEX. Im Vergleich zu den anderen Golfstaaten ist die Wirtschaft der VAE deutlich diversifizierter, auch um sich langfristig von den Einnahmen durch Öl und Gas unabhängig zu machen, deren Anteil derzeit noch auf rund 30% des BIP geschätzt wird. Schlüsselsektoren sind unter anderem Logistik, Handel, Hochtechnologie und eben auch das Veranstalten von Messen. Weiterlesen

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Gute Geschichten aus der Messewelt: Vier erfolgreiche Social-Media-Storys

Die Informationsflut durch Online-Medien ist heutzutage so groß geworden, dass nüchterne Fakten und Marketingphrasen kaum wahrgenommen werden. Wer die digitale Welt zum Zuhören bewegen möchte, kommt an dem Begriff “Storytelling” nicht vorbei. Doch was macht gute Geschichten aus? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, trafen sich rund 50 Kommunikationsprofis von Messeveranstaltern auf dem AUMA FachForum Social Media am 13. November 2017 in Berlin. Vier von ihnen stellten Beispiele aus der Praxis vor, die in den sozialen Netzwerken besonders erfolgreiche wurden.   Weiterlesen

Im Messerekordfieber - Foto: Fotolia/Alexandra
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Im Messerekordfieber

Dass die Messewirtschaft im In- und Ausland eine Branche der Rekorde ist, dürfte allgemein bekannt sein: Die höchsten Besucherzahlen, die zufriedensten Aussteller, die größten Hallenkapazitäten, das stärkste Umsatzwachstum in den letzten 7 Jahren. So weit, so normal.

Eher am oberen Ende der Catering-Skala: Gebäck auf der INTERNORGA - Foto: Hamburg Messe und Congress/Stefan WallochaIn einzelnen Presseartikeln der letzten Wochen deutet sich allerdings eine radikale Trendwende an: Ein „Branchenkenner“ erklärte, die Veranstalter einer neuen Messe hätten bisher die schlechteste Messe ihrer Branche in Europa durchgeführt. Eine Schuhmesse in Italien hat den Ruf, die am schlechtesten erreichbare Messe ihrer Art zu sein. Ein anderer Experte stieß auf Messe-Catering, das an Körperverletzung grenzte. Immerhin konnte er noch interviewt werden. Was lernen wir daraus? Weiterlesen