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Messen brauchen Emotionen – aber bitte maßgeschneidert

FIBO Köln - Foto: Reed Exhibitions Deutschland GmbHDie internationalen Messen in Deutschland haben gerade ein respektables Halbjahresergebnis abgeliefert mit 3 % mehr Ausstellern und 1 % mehr Besuchern. Gleichzeitig sagen einzelne Experten der Messewirtschaft schwere Zeiten voraus, wenn sich nicht Messen und Veranstalter ab sofort radikal änderten, wie etwa kürzlich in einer Marketingzeitschrift. Wie passt das zusammen? Wie meistens in solchen Fällen, meinen die Akteure unterschiedliche Dinge.

Wenn der AUMA Branchendaten veröffentlicht, meint er meistens die jährlich 160-180 internationalen und nationalen Messen in Deutschland, die über alle Branchen reichen. Manche „Messe-Experten“ meinen nur das Segment, das sie selbst kennen, und das sind zum Beispiel (Publikums-) Messen für Branchen mit einem hohen Anteil großer, konsumnaher Markenartikler, also etwa 10 % des Messemarktes. Und selbst dieses Segment ist wahrlich keine Einheit. Sicherlich könnten manche Publikumsmessen mehr Entertainment und Kreativität vertragen und viele Veranstalter haben das schon längst erkannt. Und emotionale Produktinszenierungen gefallen auch den Fachbesuchern. Aber auf Fachbesuchermessen will und muss der Einkäufer auch konzentriert arbeiten; auf einen Festivalcharakter der Messe wird er gern verzichten. Weiterlesen

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Messeneuheiten: Wenn Hausgeräte senkrecht starten

IFA Berlin 2017 - Foto: Messe BerlinThe Global Innovations Show war das Motto der IFA 2017 und das Spektrum an Innovationen ist natürlich breit, wenn die Produktpalette von Mega-Fernsehern bis zum Smartphone reicht. Eine Innovation besonderer Art war im Hausgerätesektor zu sehen: Staubsauger-Roboter sind zwar nicht ganz neu, aber solche, die sich in der Senkrechten bewegen, sind dann doch überraschend. Zumindest konnte das Vorführgerät solche Kunststücke. Weiterlesen

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Messebesucher aus maximaler Entfernung – heute: die Südsee

VALVE WORLD EXPO - Foto: Messe Düsseldorf/ctillmannDass der Messeplatz Deutschland hochgradig international ist, auch auf der Besucherseite, ist oft genug betont worden. Und die Fakten des besonders starken Messejahres 2016 unterstreichen dies deutlich: Es wurden mehr als 700.000 Besuche aus Ländern außerhalb Europas registriert. Selbst aus Australien kamen fast 25.000 und aus Neuseeland fast 5.000. Verblüffend ist aber schon, dass über 400 Messebesucher aus Neukaledonien kamen, über 100 aus Französisch-Polynesien, fast 100 aus Nauru und sogar einige von den Fidschi-Inseln. Leider können wir nicht ermitteln, auf welchen Messen diese Besucher waren, weil wir nur Gesamtzahlen pro Messegesellschaft erhalten. Sicher ist aber, dass es keine Aussteller der ITB waren, die in eine Besucherbefragung geraten waren, ohne sich zu enttarnen. Angaben von Witzbolden waren es wohl auch nicht, denn Besucher von den Weihnachts- oder Oster-Inseln wurden nicht registriert. Weiterlesen

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Messemarkt Kolumbien: Breites Spektrum an Fachmessen

Kolumbien ist nach Brasilien, Mexiko und Argentinien der viertgrößte Messeplatz Lateinamerikas. Die dort stattfindenden Messen und Kongresse wirken bis in die Nachbarländer hinein, so dass sich das Land zum wichtigsten Messeplatz der Andengemeinschaft entwickelt hat. Aussteller und Messebesucher kommen jedoch nicht nur aus den direkten Nachbarländern, sondern aus ganz Latein- und Nordamerika. Der kolumbianische Messemarkt bietet ein breites Spektrum an Fachmessen für verschiedene Branchen, darunter Textilindustrie, Transport und Verkehr, die Bauindustrie, Bergbau und Nahrungsmittel. Weiterlesen

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“Erfolg durch Messen” nah dran am Mittelstand

Mit der Kampagne “Erfolg durch Messen” ist der AUMA auch dieses Jahr wieder deutschlandweit auf Veranstaltungen unterwegs und bringt dem Mittelstand den Nutzen von Messebeteiligungen ganz persönlich nahe. Unter dem Leitgedanken “mit weniger Energie mehr Entscheider erreichen” machte etwa eine Handy-Ladestation den “Faktor Verbindung” deutlich, der Messen zu eigen ist. Dass sich Messen wegen ihres vorteilhaften Kosten-Nutzen-Verhältnisses auch für kühle Rechner eignen, transportierte der “Faktor Coolness” einer Eistruhe. Im ersten Halbjahr 2017 war der AUMA auf Mittelstandsveranstaltungen in Mainz, Hamburg, Fürstenfeldbruck, Düsseldorf, Stuttgart und München präsent. Im zweiten Halbjahr stehen weitere Stationen auf dem Programm, ehe die Tour im Dezember in Leipzig endet. Weiterlesen

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Die besucherorientierte Messe – schon Realität oder ewiges Ziel?

Haben analoge Events Zukunft? Diese Frage beantwortete Stephan Grünewald, Geschäftsführer des Rheingold-Instituts, vor den Mitgliedern des AUMA vor einigen Wochen mit einem klaren Ja. Dazu erläuterte er Analysen des Verhaltens von Einzelhandelskunden, deren Situation durchaus vergleichbar sei mit der von Messebesuchern. Der Kunde erwarte in einem Einzelhandelsgeschäft nicht nur die schlichte Möglichkeit zum Kauf, sondern es gehe ihm auch um soziale Nähe, um Inspiration, um die Wertschätzung von Produkten und um die eigene Statusverortung. Um dem gerecht zu werden, hätten z. B. die Supermarktketten unterschiedliche Erlebniswelten geschaffen oder arbeiteten konkret darauf hin. Der Kunde erwarte letztlich Stimmungs- und Erlebniswelten, die er im normalen Alltag üblicherweise nicht findet. Sinngemäß gelte das ebenso für Messebesucher, durchaus auch für den Fachmessebesucher. Weiterlesen

EXPO 2017-Thomas Schriefers
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Kleine EXPO ganz groß! Weltausstellungen mit Nachhaltigkeitsanspruch

Umweltthemen seit den 80ern Geschichte der kleinen Expo II

Nachdem im ersten Teil die Entwicklung der kleinen EXPO seit den 1930er Jahren unter die Lupe genommen wurde, folgen wir dem Experten für Weltausstellungen Dr. Thomas Schriefers im zweiten Teil auf eine Erkundungstour zu ausgewählten Standorten seit den 1980er Jahren. Im Fokus stehen gemäß des Zeitalters innovative Technologien und eine damit einhergehende Fokussierung auf Umweltprobleme und nachhaltige Lösungen. Hohe inhaltliche Ansprüche und spektakuläre Umsetzungen – etwa mit Riesenaquarien – sind bis heute ein Garant für hohe Besucherzahlen und beweisen, dass das Wort „klein“ dem beigefügten Titel der Weltausstellungen keineswegs gerecht wird.  

Dr. Thomas Schriefers, Architekt, Kurator und Künstler 

Die EXPO in der am Mississippi-Delta gelegenen Stadt New Orleans stand unter dem Motto „Frisches Wasser als Quelle des Lebens“. Der Sicherung substanzieller Bedürfnisse widmeten sich die Knoxville World´s Fair (1982) und die in New Orleans veranstaltete Louisiana World Exposition (1984). Während in Knoxville aber die Bedeutung der Energie in den Mittelpunkt der Ausstellung rückte, warb New Orleans mit dem Slogan „Frisches Wasser als Quelle des Lebens“. Damit verband sich das Interesse am Zustand der Flusslandschaft generell und im Besonderen mit dem Zustand am Missisippi-Delta. Denn New Orleans galt als gefährdete Metropole, die aufgrund ihrer Lage durch extremes Wetter und daraus resultierende Wassermassen empfindlich getroffen werden konnte, was die 2005 infolge des Hurrikans „Katrina“ tatsächlich eingetretene Flut-Katastrophe dort auf tragische Weise bestätigte. Weiterlesen

EXPO 2017 Astana / © Kholdarbekov Mukhtar, Kazinform
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EXPO 2017: Future energy geht uns alle an

Weltausstellung 2017 und Deutscher Pavillon eröffnet

EXPO 2017, Eröffnungszeremonie / © Kholdarbekov Mukhtar, KazinformDie EXPO 2017 in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, hat begonnen. Mit einer einstündigen Zeremonie und einer futuristischen multimedialen Theater-Laser-Show wurde die „specialized expo”, die kleine Weltausstellung, am Abend des 9. Juni eröffnet. An der Weltausstellung nehmen 115 Staaten und 22 Organisationen teil. An dem Festakt im Congress Center am Rand des Expogeländes nahmen Staatsgäste aus aller Welt teil, darunter UN-Generalsekretär Guterres und König Filipe von Spanien sowie Staatsoberhäupter aus Russland, Indien, China und benachbarter Staaten. Sie alle saßen hell angestrahlt auf einer Tribüne und wurden dem Publikum stolz präsentiert. Das mag als ein Indiz dafür dienen, dass in Zentralasien offensichtlich so einiges anders empfunden wird als in unserer westlichen Welt. Aber das kann nur ein weiterer Grund dafür sein, sich mehr füreinander zu interessieren, denn an gemeinsamen Interessen und Zielen herrscht kein Mangel. Weiterlesen

Messemarkt Kasachstan: Messegelände Atakent-Expo in Almaty
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Messemarkt Kasachstan: Wichtigster deutscher Handelspartner in Zentralasien

Medizinfachmesse KIHE, Atakent-ExpoKasachstan ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt und verfügt über die leistungsfähigste Wirtschaft in ganz Zentralasien. Exportiert werden überwiegend Erdöl, Eisen- und Stahlerzeugnisse sowie chemische Produkte. 2016 litt das Land durch den Ölpreisverfall und die Abschwächung der Landeswährung Tenge unter einer Wirtschaftskrise. Aufgrund zahlreicher staatlicher Stützungsmaßnahmen und der Erholung der Ölpreise wird allerdings schon für 2017 ein schwacher Aufschwung prognostiziert. Für Deutschland ist Kasachstan der bedeutendste Handelspartner und das mit Abstand wichtigste Land für Gemeinschaftsbeteiligungen deutscher Unternehmen auf Auslandsmessen in Zentralasien. Weiterlesen

EMO Hannover - Foto: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
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Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich.

Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich. Foto: Laser World of Photonics/Messe MünchenWo findet ein Unternehmen heute Innovationen, die etwa den Produktionsprozess verbessern sollen oder auch das Handelssortiment ergänzen sollen? Ein Satiriker vermutete in einer Kolumne der Wirtschaftswoche vor einigen Wochen drei Möglichkeiten: im Internet, in Meetings oder auf Bildungsreisen, und womöglich hat er das sogar ernst gemeint. Messen jedenfalls schloss er dabei ausdrücklich aus. Wer Messen als Fachbesucher kennt, hat allerdings eine grundlegend andere Meinung: Für Fachbesucher deutscher Messen ist nach Untersuchungen des AUMA die Suche nach Innovationen der häufigste Grund, zu Messen zu fahren. Und das ist kein spezifisch deutsches Phänomen. Weiterlesen