CeBIT, Deutsche Messe AG
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Alljährlich „vor dem Aus“: Wann eine Messe erfolgreich ist

Wer wollte, konnte es letzte Woche wieder lesen: „CeBIT vor dem Aus: Kaum noch Besucher auf der Profi-Messe“. Jedes Jahr liest man Hiobsbotschaften vom baldigen Untergang der einen oder anderen Messeveranstaltung und fragt sich, ob z.B. 200.000 Besucher viel oder wenig sind.
In der Tat ist die Bewertung dessen, was eine erfolgreiche Messe ist, nicht ganz einfach. Den AUMA erreichen immer wieder Anfragen nach Aufstellungen der „besten“ oder „größten“ Messen. Dann fragen wir zurück: Welche Kennzahlen hätten Sie denn gern? Geht es um Aussteller- oder Besucherzahlen, Entscheideranteil oder Internationalität, Flächen brutto oder netto? Den perfekten Maßstab gibt es nämlich leider nicht. Und es ist zu berücksichtigen, dass manche Branchenleitmessen zwar in Bezug auf ihre Kennzahlen klein, aber in Bezug auf ihre wirtschaftliche Relevanz sehr groß sind.

Letztlich geht es doch darum, ob Aussteller und Besucher zufrieden sind und zur nächsten Messe wiederkommen wollen. Und das ist durchaus messbar. So ergab eine umfangreiche Sekundäranalyse von Fachbesucherbefragungen auf deutschen Messen, die der AUMA in Auftrag gegeben hatte, dass 72 % bereits während der laufenden Messe erklärt haben, die Veranstaltung beim nächsten Mal auf jeden Fall oder wahrscheinlich wieder zu besuchen – und immerhin fast 40% wollen dies auf jeden Fall tun. Für die Studie „Verhalten und Struktur der Fachbesucher auf deutschen Messen – Sekundäranalyse repräsentativer Besucherbefragungen“ haben die Messeveranstalter aktuelle Ergebnisse von 163.000 Fachbesucher-Interviews auf fast 190 Messen zur Verfügung gestellt.

Im Übrigen ist bei der Beurteillung eines Messekonzepts zu berücksichtigen, dass bei der Ausrichtung und thematischen Konzeption jeder Fachmesse meist die volle Branchenkompetenz am Werk ist, zusammengesetzt aus Experten der Messewirtschaft, der Fachverbände und Beiräten, die aus Ausstellern, Besuchern und oft auch Wissenschaftlern einer Branche bestehen. Was bleibt, ist, wie überall, ein gewisses unternehmerisches Risiko.

Foto: Deutsche Messe AG

 

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