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EXPO 2017: Die kleine Weltausstellung lenkt den Blick nach Zentralasien

In 88 Tagen beginnt die Expo in Astana

In 88 Tagen beginnt die Expo in Astana. Erstmals ist ein zentralasiatisches Land Ausrichter einer Weltausstellung.„Energie der Zukunft: Maßnahmen für weltweite Nachhaltigkeit“ – so lautet das Motto der EXPO 2017 in Astana, der Hauptstadt von Kasachstan. Zeitlich zwischen den Weltausstellungen 2015 in Mailand und 2020 in Dubai gelegen, öffnen sich am 10. Juni 2017 für drei Monate die Tore zu einer „kleinen“ Weltausstellung. Erstmals findet eine Expo in Zentralasien und erstmals auch in einem GUS-Land statt. Rund fünf Millionen Besucher erwartet die EXPO-Organisation Bureau International des Expositions (B.I.E.) auf dieser „Specialised Expo“. Deren Tradition reicht zurück in das Jahr 1988, als begonnen wurde, kleinere Weltausstellungen speziell zu ökologischen Fragestellungen durchzuführen.

Aber nicht nur die Dauer ist eine andere als beispielsweise in Mailand –  drei Monate statt sechs – auch flächenmäßig besteht ein Unterschied: 1,1 Mio. m² (110 ha) umfasste die reine Ausstellungsfläche in Mailand, nur 250.000 m² (25 ha) werden es in Astana sein. Dennoch ist dies eine beachtliche Größe, denn Ausstellungsflächen für klassische Messen liegen in Kasachstan bisher nur in bescheidenem Umfang vor: So bieten die beiden einzigen Messegelände des Landes zusammen 25.000 m² Hallenfläche, das Atakent-Expo-Center in Almaty (19.000 m²) und das bisher einzige Messegelände in Astana, das Korme-Expo-Center mit 6.000 m².

Die mediale und touristische Aufmerksamkeit einer Expo rechtfertigte von jeher eine intensive und spektakuläre Bautätigkeit. Im Südosten der noch jungen Hauptstadt Astana entsteht aber derzeit nicht nur ein Ausstellungsgelände, sondern auch ein Wissenschafts- und Technologie-Park, ein Kulturkomplex sowie Hotels und Verkaufsflächen. Ein Konzept, das städtebaulich in die Nähe zur Nazarbayev-Universität passt und auf eine Nachnutzung als Wohn- und Arbeitskomplex hinweist.

Im Zentrum des Geländes befindet sich das Herzstück der EXPO, der Pavillon des Gastgebers Kasachstan. Das Gebäude in Form einer Kugel bietet insgesamt 20.000 m² auf acht Etagen und wird umschlossen von vier Pavillons zu den Themen World of Energy, Energy of the Future, Energy for All und My Future Energy. Hier werden sich die Expo-Teilnehmer mit ihren Beteiligungen vorstellen; pro Teilnehmer ist eine Grundfläche zwischen 350 und 1.000 m² wählbar. Außerdem befinden sich auf dem Expo-Gelände ein Kongress-Zentrum für das begleitende Kongressprogramm und die „Best-Practices-Area“, in dem herausragende Technologien, Projekte und Strategien gezeigt werden für die wichtigsten Green Energy-Themenbereiche: Erzeugung, Speicherung und Nutzung von elektrischer Energie und klimaschonender Transport in andere Länder.

Bislang haben rund 110 Nationen, Organisationen und Unternehmen ihre Teilnahme an der EXPO Astana zugesagt, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland. „Energy on Track“ lautet das Motto der deutschen Beteiligung. Auf 1.700 m² Ausstellungsfläche stellt die Bundesrepublik Ideen und Innovationen rund um die Erzeugung, Speicherung und Verteilung von nachhaltiger Energie vor ‒ mit konkreten Beispielen aus der Praxis. Verantwortlich ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); die Organisation liegt bei der Hamburg Messe und Congress GmbH, die bereits für die Durchführung der Weltausstellungen 2008 im spanischen Saragossa und 2012 in Yeosu/Korea verantwortlich war. Für das inhaltliche Konzept ist die Arbeitsgemeinschaft insglück, gtp2 architekten und mac verantwortlich, die in einem EU-weiten Vergabeverfahren den Zuschlag erhielten. Der AUMA war Mitglied der Kommission zur Auswahl des Kreativteams.

EXPO Astana 2017: Deutscher Pavillon Eingangspassage. Foto: Agentur insglück„Der Deutsche Pavillon bildet die Leistungsfähigkeit und Lösungskompetenz Deutschlands im Bereich der zukünftigen Energieversorgung unseres Planeten ab. Darüber hinaus möchten wir uns als weltoffenes, sympathisches und innovationsfreudiges Gastland präsentieren“, steckt der Kommissar des Deutschen Pavillons Dietmar Schmitz, Ministerialrat im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Ziellinie ab. Ob die erreicht wird, werden die Besucher entscheiden. In Mailand ist das Konzept aufgegangen, von den 24 Millionen Besuchern kamen rund drei Millionen in den Deutschen Pavillon, der vielfach ausgezeichnet wurde.

Ab heute werden wir hier im AUMA-Blog die Vorbereitungen und die EXPO in Astana selbst begleiten und Sie mit Fakten, Hintergründen, Bildern, Tipps und Links versorgen.

Links:
Bureau International des Expositions (B.I.E.): www.bie-paris.org
Offizielle Website des Gastgebers EXPO Astana 2017: https://expo2017astana.com
Deutscher EXPO-Pavillon: www.expo2017-deutschland.de
Informationen über das Messeland Kasachstan erhalten Sie beim AUMA: www.auma.de/Messemarkt Zentralasien
Film mit Basisinformationen zu Kasachstan:  https://www.youtube.com/watch?v=35E9gQwDrGM

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