Thema: Historie

Das Auslandsmesseprogramm – unterstützt vom AUMA seit 1949

1949 startete das Auslandsmesseprogramm des Bundes mit fünf Beteiligungen und 1 Mio. DM Etat, um deutsche Unternehmen bei der Erschließung von Exportmärkten durch Messebeteiligungen zu unterstützen. Gleichzeitig traf das zuständige Bundeswirtschaftsministerium eine weitsichtige Entscheidung: Es ermöglichte der Wirtschaft, geeignete Messen für das Programm vorzuschlagen. Dementsprechend übernahm der AUMA kurz nach seiner Wiedergründung dafür Verantwortung und erarbeitete gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Außenhandel, einem BDI-Gremium, das Programm, das anschließend dem Bundesministerium für Wirtschaft vorgeschlagen wurde. Bereits 1954 führt dieses Gremium den Namen Arbeitskreis für Auslandsmessebeteiligungen beim AUMA, der auch heute noch gebräuchlich ist. (…)

AUMA 111: Branchenkennzahlen – seit 1927 vom AUMA

Wo ist der größte Messeplatz im Land? Diese Frage bewegte Wirtschaft und Medien schon vor über 90 Jahren. Und sie wurde 1927 bemerkenswert eindeutig beantwortet – durch eine erstmals vorgelegte Auswertung des damaligen Ausstellungs- und Messeamtes der Deutschen Industrie zu einzelnen Messeplätzen. Danach waren auf den deutschen Frühjahrs- und Herbstmessen des Jahres 1925 insgesamt 39.254 Aussteller vertreten. (…)

Freizeitmesse Nürnberg. Beitragsbild. Foto: NürnbergMesse

Informationen über Regionalmessen – vom AUMA seit 1980

Regionale Publikumsmessen stellen heute einen erheblichen Anteil am deutschen Messemarkt, vor allem auf der Besucherseite mit jährlich über 6 Mio. Interessenten. Über Jahrzehnte war die Arbeit des AUMA auf die nationalen und internationalen Messen konzentriert, ob Fachbesuchermessen in Frankfurt, Köln und Leipzig, oder die großen Publikumsmessen in Berlin. Das Segment der regionalen Fach- und Publikumsmessen bekam erst durch die Mitgliedschaft des FAMA – Fachverband Messen und Ausstellungen seit 1966 Gewicht. Auch die mittelgroßen, in der IDFA organisierten Veranstalter führten mehr und mehr regionale Messen durch. Dementsprechend veröffentlichte der AUMA 1980 erstmals die Terminvorschau AUMA-Kalender Regional. Ab 1982 wurden auch Aussteller- und Besucherzahlen zu diesem Messetyp ergänzt. Heute präsentiert die Online-Messedatenbank des AUMA tagesaktuelle Detailinformationen über rund 160 Regionalmessen pro Jahr – von Terminen, Adressen, Angebotsschwerpunkten bis zu Standmieten sowie Aussteller-, Standflächen- und Besucherentwicklung. (…)

Lehr- und Lernmaterialien vom AUMA seit 1975

Aktuelle Angebote jetzt auf der neuen AUMA-Website

Ausbildungsgänge wie Veranstaltungskaufmann/frau oder duale Messestudiengänge sind heute quasi Standard und Materialien für Lehrende und Lernende sind selbstverständlich verfügbar. Vor 40 bis 50 Jahren gab es Marketingvorlesungen oder auch Marketing-Bücher, in denen das Wort Messe vielleicht einmal vorkam, wenn überhaupt. Allenfalls Werbeakademien beschäftigten sich etwas mehr mit Messen. Das Wort Event gab es ohnehin nur in der englischen Sprache. Deshalb entwickelte der AUMA 1975 auf Anregung des Zentralausschusses der Werbewirtschaft ZAW gemeinsam mit den Veranstalterorganisationen GDG, IDFA und FAMA ein Lernprogramm Messen und Ausstellungen, das stolze 356 Seiten umfasste. (…)

Foto: C. Tillmann, Messe Düsseldorf

Ausstellerförderung für Start-ups seit 2007

Aktuelle Details jetzt noch leichter auf der neuen AUMA-Website zu finden

Seit 2007 gibt es eine Förderung des Bundes für Messebeteiligungen junger innovativer Unternehmen. Der AUMA hat dieses Programm für Start-ups von Anfang an unterstützt. Gleich im ersten kompletten Geschäftsjahr 2008 organisierten die deutschen Messeveranstalter auf 37 internationalen Messen in Deutschland Gemeinschaftsstände mit 420 Ausstellern. Im Jahr 2018 werden voraussichtlich über ein Drittel mehr Aussteller an dem Programm teilnehmen. Sie werden auf fast 50% mehr Messen präsent sein. (…)

1964: Messeziele wachsen über das Ordergeschäft hinaus

„Nicht das Orderbuch allein, sondern Kontakte, Beurteilung der Marktlage, Vergleich eigener Entwicklungen mit denen konkurrierender Unternehmen, Anregungen für neue Verwendungen, für die Erweiterung oder Beschränkung des Produktionsprogrammes sind zusätzliche Komponenten für die Bewertung einer Beteiligung über die rechnerisch gewonnenen Werte hinaus.“ Diese Aussage über Messeziele von Ausstellern könnte ein Consultant glatt im Jahr 2018 gemacht haben, zumindest so ähnlich. Tatsächlich ist dieser Satz aus einer Publikation des AUMA genau 54 Jahre alt! (…)

1978: Der Messeplatz Deutschland wird „erfunden“

Angesichts des verschärften Wettbewerbs in der Wirtschaft generell, und auch in der internationalen Messewirtschaft, entstand Mitte der siebziger Jahre die Idee, die deutsche Messebranche als Ganzes stärker zu profilieren, auch über die bestehende Gemeinschaftswerbung für das deutsche Messeangebot hinaus. Ziel war es insbesondere, mehr Besucher für die Angebote der ausstellenden Wirtschaft zu interessieren. Der zusammen mit einer Agentur entwickelte Begriff Messeplatz Deutschland sollte symbolisieren, dass das Gesamtangebot der Veranstalter mehr ist als nur die Summe seiner Teile. Denn die Bundesrepublik bot bereits damals für nahezu alle Branchen renommierte Messen und außerdem – trotz allen Wettbewerbs – ein weitgehend überschneidungsfreies Angebot im Bereich der internationalen Messen. (…)

AUMA 111: Wirtschaftswunder am Nil

Industrieausstellung warb 1957 in Nordafrika für die deutsche Wirtschaft

Auslandspräsentationen der deutschen Wirtschaft gibt es schon recht lange: Sie reichen bis in die Gründungszeit der Bundesrepublik zurück. Viele Länder hatten damals noch keine Fachmessen, daher organisierte Deutschland eigene Ausstellungen vor Ort, um neue Märkte zu öffnen. Die erste sogenannte Technogerma fand 1954 in Mexiko statt; es folgte eine weitere in Finnland im Jahre 1956 und schließlich eine in Ägypten im Jahre 1957. Diese erste Gemeinschaftspräsentation der Bundesrepublik in einem arabischen Land überhaupt fand trotz der damaligen Spannungen im Nahen Osten statt – parallel zum Suezkonflikt. Auch eröffnete im Herbst desselben Jahres, also nur wenige Monate später, die DDR ihrerseits eine Industrieausstellung in Kairo, die zwar viel kleiner war, aber ebenfalls  für politische Aufregung sorgte. (…)

AUMA 111: Systematischer Umweltschutz auf Messen? Seit 25 Jahren!

„Messen finden praktisch immer unter Zeitdruck statt, ob aus Sicht der Aussteller, Veranstalter oder Dienstleister; umweltorientiertes Handeln kommt dabei oft zu kurz.“ Ein Satz – vor zwölf Jahren geschrieben –, der fast zeitlos gültig ist. Aber die ersten Schritte, dem Schutz der Umwelt in der Messewirtschaft eine höhere Priorität zu geben, waren keineswegs Ergebnisse der Nachhaltigkeitsdebatten der letzten Jahre. (…)

1967: Ist das nicht in München? Oder doch in Montreal?

Wer kennt nicht die Münchener Olympiadächer, die sich über zahlreiche Sportstätten und Freiflächen ziehen und ab 1972 zu einem Symbol moderner deutscher Architektur wurden? Weit weniger bekannt ist, dass diese Dachkonstruktion, eher eine Skulptur, 1967 einen verblüffend ähnlichen Vorläufer hatte, in Gestalt des Deutschen Pavillons auf der Weltausstellung in Montreal (siehe Foto links). Das war natürlich kein Zufall. Denn in beiden Fällen hieß der Architekt Frei Otto, einer der bedeutendsten Vertreter des biomorphen Bauens. Der Pavillon sorgte im fernen Kanada für beträchtliches Aufsehen, bei Besuchern, Medien und den anderen beteiligten Nationen und wurde zu einer der Attraktionen dieser Weltausstellung. Er symbolisierte eine Art „Swinging Germany“, etwas, was man bis dahin von Deutschland nicht gewöhnt war. (…)

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