Thema: Forschung & Bildung

Foto: MesseMuenchen

Nach Innovationen suchen auf Messen? Aber selbstverständlich.

Wo findet ein Unternehmen heute Innovationen, die etwa den Produktionsprozess verbessern sollen oder auch das Handelssortiment ergänzen sollen? Ein Satiriker vermutete in einer Kolumne der Wirtschaftswoche vor einigen Wochen drei Möglichkeiten: im Internet, in Meetings oder auf Bildungsreisen, und womöglich hat er das sogar ernst gemeint. Messen jedenfalls schloss er dabei ausdrücklich aus. Wer Messen als Fachbesucher kennt, hat allerdings eine grundlegend andere Meinung: Für Fachbesucher deutscher Messen ist nach Untersuchungen des AUMA die Suche nach Innovationen der häufigste Grund, zu Messen zu fahren. Und das ist kein spezifisch deutsches Phänomen. (…)

Wissenschaftskommunikation: Vom Elfenbeinturm zur Messebühne

„Deutschland war immer schon Forschungsstandort. Das ist auch heute noch so. Aber der globale Wettbewerb ist härter geworden. Die Forscher müssen daher raus aus ihren Elfenbeintürmen und
ihre Arbeit an den Bedürfnissen der Industrie, Wirtschaft oder dem Handwerk ausrichten. Messen
sind perfekt dafür geeignet, diese Partner zusammenzuführen“, betonte Dr. Peter Neven, Geschäftsführer des AUMA 2016 bei der Kooperationsvereinbarung des Messeverbandes und des MesseArbeitskreis Wissenschaft (MAK), einem Verein, der bundesweit den Technologie- und Wissenstransfer auf Messen sowie das Eigenmarketing von Hochschulen fördert. (…)

Immer ein gutes Argument

Immer ein gutes Argument: Alle Sinne ansprechen

Das konnten die Teilnehmer des AUMA- Arbeitskreises IT Working Group eindrücklich erleben, als der Arbeitskreis kürzlich zu Gast bei der DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) war. Bei „DLG einmal anders“ wurden im wahrsten Sinne des Wortes alle Sinne angesprochen. In einem Sensorikworkshop testeten die Teilnehmer zunächst ihre visuellen, haptischen, olfaktorischen und gustatorischen Fähigkeiten; sortierten Farbröhrchen nach Intensität, ordneten Proben von weich nach fest, schmeckten wässrige Lösungen von neutral bis umami und prüften Aromen durch Riechen. Interessant dabei ein Vergleich zwischen Mensch und Hund: Hunde riechen mehr als das Zehnfache an Düften im Vergleich zum Menschen, während hingegen sie nur über ein Viertel der Geschmacksknospen verfügen.

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Von Söldnern, Geiseln und anderen Messebesuchern

Der ideale Messebesucher ist ja bekanntlich mit seinem Besuch zufrieden, sagt es anderen und kommt auch noch regelmäßig wieder. Aber das sind leider nicht alle: Sonst wäre ja auch kaum zu erklären, warum – etwa auf deutschen Fachbesuchermessen – 20 – 30 % der Besucher sagen, sie seien zum ersten Mal auf einer Messe. Denn ein entsprechender Anteil von Besuchern ist ja im Vergleich zur letzten Messe diesmal nicht dabei. Eine – nicht repräsentative – Untersuchung des britischen Unternehmens Explori im Auftrag des Messe-Weltverbandes UFI hat über das Verhalten von Messebesuchern aktuelle Erkenntnisse und noch schönere Bezeichnungen von Besuchertypen hervorgebracht, nämlich Apostel, Geisel, Söldner und Entfremdete. Nach der Befragung sind im Durchschnitt 10 % zwar mit ihrem Messebesuch zufrieden, haben aber nicht die Absicht wiederzukommen, etwa weil sie anderswo auf mehr Nutzen des Besuchs hoffen – haben also eine Art Söldner-Mentalität. Andere wiederum – ebenfalls rund 10 % – sind zwar mäßig zufrieden, kommen aber – eher zwanghaft – immer wieder, sogenannte Geiseln, auf Dauer durchaus unsichere Kandidaten. Weitere 10 % waren nicht zufrieden und verzichten auf weitere Besuche; das sind die Entfremdeten.

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Geschäftsreisende aus Asien auf Messebesuch

Eine Studie des Singapore Tourism Board aus dem Jahr 2015 mit dem Titel „Asian Business Travellers: Five Things You Need To Know“ liefert Einsichten über asiatische Geschäftsreisende, die durchaus auch für die Messebranche interessant sind. Denn die Besuche deutscher Messen gewinnen bei Einkäufern aus Asien immer mehr an Bedeutung: Der AUMA hat berechnet, dass im Jahr 2015 etwa 230.000 Interessenten aus Süd-, Ost- und Zentralasien nach Deutschland gereist sind, um sich auf Messen zu informieren und Kaufentscheidungen zu treffen oder vorzubereiten. Dies war die höchste aus dieser Region je erreichte Besucherzahl. Von daher kann es sicher nicht schaden, wenn man weiß, wie asiatische Geschäftsreisende ticken. (…)

100PRO: Damit die Ausbildung öfter glatt läuft

Das spannende Spektrum der Veranstaltungsbranche von Messen über Kongresse bis hin zu sportlichen Großveranstaltungen bietet vielseitige Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Bei den Auszubildenden ist die Veranstaltungswirtschaft beliebt. Vom Jahr 2001 (361 Ausbildungsverträge), als das Berufsbild eingeführt wurde, bis zum Ende des Jahres 2015 wurden knapp 15.000 Veranstaltungskaufleute erfolgreich ausgebildet. Viele verantwortungsvolle Betriebe sorgen dafür, dass der Nachwuchs eine qualifizierte und fundierte Ausbildung erhält. Trotzdem läuft nicht immer alles glatt, und schwarze Schafe gibt es leider auch dort. Auch aus diesem Grund entstand die Ausbildungsinitiative 100Pro. Auf Initiative des EVVC wurde gemeinsam mit den Verbänden AUMA, FAMAB und VPLT ein Ausbildungskodex entwickelt, der in prägnanten Leitlinien die wichtigsten Bausteine der Ausbildung zu Veranstaltungskaufleuten und Fachkräften für Veranstaltungstechnik verdeutlicht. (…)

AUMA-FAMAB-FachForum auf der MEXCON

Wird die Digitalisierung die Messe- und Veranstaltungswirtschaft dazu zwingen, Dramaturgie und Inszenierung neu zu denken? Zu dieser Frage diskutierten am 7. Juni 2016 Experten aus der Messe- und Veranstaltungswirtschaft im Rahmen der MEXCON Meeting Experts Conference in Berlin. Gastgeber des FachForums zum Thema „Dramaturgie und Inszenierung in der Zukunft der Messe- und Veranstaltungswirtschaft“ waren der AUMA und der FAMAB Kommunikationsverband.

Auf dem Podium saßen Marc Preiser, Freier Szenenbildner, Berlin, Heike Schaffernicht, MIKS GmbH, Hamburg, Gabriela Dannenberg, Managing The Chaos, Berlin (Moderation), Stefan Rössle, Kontrapunkt, Hamburg, Annette Beyer, treibhaus 0.8, Berlin und Prof. Dr. Ulrich Wünsch, Rektor Hochschule der populären Künste, Berlin (v.l.n.r.). (…)

Thema des Tages: Messe als Beruf

Am 8. Juni 2016, dem ersten Global Exhibitions Day, öffnete der AUMA seine Türen, um vor allem Berufsanfängern in der Orientierungsphase die Messewirtschaft nahe zu bringen. Initiator des Global Exhibitions Day ist der Messeweltverband UFI. An diesem Tag sollen die Bedeutung von Messen weltweit und die Leistungen der Branche besonders gewürdigt werden. Unter dem Hashtag #GED16 konnte in den sozialen Medien die weltweite Beteiligung von Veranstaltern, Verbänden und Serviceunternehmen aus der Messebranche mitverfolgt werden. Der AUMA unterstützte das Projekt als Verband der Deutschen Messewirtschaft von Anfang an.

Tag der offenen Tür für junge Leute am Global Exhibitions Day

Gemeinsam mit dem FAMAB Kommunikationsverband hatte der AUMA Studierende, Azubis, Dozenten und andere Interessierte zu einem Tag der offenen Tür in sein Institut eingeladen – mit beachtlichem Erfolg: Rund 70 Besucherinnen und Besucher kamen über den Tag verteilt und informierten sich über die vielfältigen Berufe rund um die Messe bei Veranstaltern, Ausstellern und Serviceunternehmen. Denn gerade für Interessierte an einer internationalen Tätigkeit bietet die Messewirtschaft viele berufliche Möglichkeiten. (…)

AUMA FachForum: Social Media jenseits von Twitter & Co.

Pinterest, Instagram oder Snapchat? Das Ranking der sozialen Plattformen verändert sich immer wieder. Werden bestimmte Instrumente heute von 14 bis 19jährigen genutzt, sind diese morgen aus der Business-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Wie werden sich die sozialen Medien entwickeln? Und wie können Messeveranstalter diese schnelllebigen Instrumente in ihre Kommunikation einbinden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am 13. Juni 2016 über 50 Marketing- und Kommunikationsfachleute aus der Messebranche, die am AUMA FachForum Social Media in Berlin teilnahmen. (…)

Schaukochen rückwärts auf der analytica

Wenn auf der Messe vor Zuschauern gekocht wird, nennt man das heute Live Cooking und zieht damit viel Publikum an den Messestand, vor allem, wenn der Koch ein Prominenter ist. Ganz ähnlich wirkte dieses Konzept auch auf der analytica, der internationalen Leitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie in München. In der Halle A3 wurden in einem Live Lab jedoch keine Gerichte zusammengestellt, sondern im Gegenteil wieder auseinandergenommen, anders gesagt, es wurden Verfahren zur Lebensmittelanalyse präsentiert. (…)

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