Da für die Messewirtschaft! – Gerd Bettermann analysiert deutsche Messen im Ausland

Das Coronavirus hat die Messen sehr früh und besonders hart getroffen. Der AUMA, der Verband der deutschen Messewirtschaft, ist nah am Puls der Branche und arbeitet an der bestmöglichen Unterstützung. In einer Reihe stellen wir Kolleginnen und Kollegen vor und berichten über ihre Erfahrungen jetzt in der Coronakrise.

Gerd Bettermann ist AUMA-Referent mit den Themen Global Market Research und Auslandsmessen deutscher Veranstalter mit dem Label German Trade Fair Quality Abroad (GTQ). Derzeit befasst er sich vor allem mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Messegeschehen.

Hallo Herr Bettermann, welche Bedeutung haben die Auslandsaktivitäten deutscher Messeveranstalter?

Gerd Bettermann: Deutsche Messeveranstalter aus dem Mitgliederkreis des AUMA und des Mitglieds FAMA – Fachverband Messen und Ausstellungen bieten internationalen Ausstellern weltweit ihre Veranstaltungs- und Branchenkompetenz. Sie veranstalten jährlich mehr als 300 eigene Messen in wichtigen ausländischen Wachstumsregionen, insbesondere in Asien. Die Konzepte dieser Eigenveranstaltungen orientieren sich grundsätzlich an den Standards führender internationaler Messen in Deutschland und ermöglichen deshalb den Ausstellern auch in schwierigeren Märkten überdurchschnittlichen Messe-Erfolg.

Um den Qualitätsanspruch deutscher Auslandsmessen zu unterstreichen, hat der AUMA, in Abstimmung mit seinen im Ausland engagierten Mitgliedern, das Label »German Trade Fair Quality Abroad (GTQ)« entwickelt. Um das GTQ-Label zu erhalten, müssen deutsche Veranstalter Inhaber des Grund-Konzepts und federführend bei der Konzept-Umsetzung sein, das Budget erstellen sowie den internationalen Vertrieb steuern.

Wie hat sich die Coronakrise auf die deutschen Messeveranstalter im Ausland ausgewirkt?

Gerd Bettermann: Der GTQ-Veranstaltungskalender 2020 wurde durch die wegen des Corona-Virus verordneten Maßnahmen in einem zuvor nicht vorstellbaren Ausmaß beeinträchtigt. Rund 40 % der Messen wurden abgesagt, etwa 10% nach 2021 verlegt, darunter Messen mit 2-Jahresturnus, die 2021 eigentlich nicht stattfinden würden. Fast die Hälfte der geplanten GTQ-Messen hat aber 2020 stattgefunden, fast ein Fünftel von diesen Messen allerdings als digitales Event.

Welche Aussichten gibt es derzeit für das Messeprogramm deutscher Veranstalter im Ausland?

Gerd Bettermann: In China finden nach Aufhebung des Lockdowns seit Juli 2020 wieder GTQ-Messen statt. Für 2021 sind derzeit mehr als 370 GTQ-Messen in rund 40 Ländern angekündigt, ein Rekordprogramm. China als bedeutendster deutscher Außenhandelspartner ist auch 2021 der wichtigste Zielmarkt deutscher Veranstalter aus dem AUMA- und FAMA-Mitgliederkreis. Es bleiben aber nach wie vor Unsicherheiten, in welchen Regionen und ab wann im kommenden Jahr Messen stattfinden können, da die Situation unter Corona dynamisch bleibt.

Aktuelle und detaillierte Informationen zu den Messen sind unter www.auma.de/Messedaten verfügbar. Die Auslandsmessen der AUMA- und FAMA-Mitglieder sind in der AUMA-Messedatenbank mit dem Zeichen „GTQ“ gekennzeichnet.

Kontakt: Gerd Bettermann g.bettermann@auma.de

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