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1967: Ist das nicht in München? Oder doch in Montreal?

Wer kennt nicht die Münchener Olympiadächer, die sich über zahlreiche Sportstätten und Freiflächen ziehen und ab 1972 zu einem Symbol moderner deutscher Architektur wurden? Weit weniger bekannt ist, dass diese Dachkonstruktion, eher eine Skulptur, 1967 einen verblüffend ähnlichen Vorläufer hatte, in Gestalt des Deutschen Pavillons auf der Weltausstellung in Montreal (siehe Foto links). Das war natürlich kein Zufall. Denn in beiden Fällen hieß der Architekt Frei Otto, einer der bedeutendsten Vertreter des biomorphen Bauens. Der Pavillon sorgte im fernen Kanada für beträchtliches Aufsehen, bei Besuchern, Medien und den anderen beteiligten Nationen und wurde zu einer der Attraktionen dieser Weltausstellung. Er symbolisierte eine Art „Swinging Germany“, etwas, was man bis dahin von Deutschland nicht gewöhnt war. Weiterlesen

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Aussteller aus maximaler Entfernung – heute: Chile

ProWein 2016 - Foto: Messe Düsseldorf/ctillmannZugegeben, von Neuseeland zu einem deutschen Messeplatz ist es noch etwas weiter, aber diese Region haben wir schon abgehandelt. Also Chile: gut 12.000 km entfernt – jenseits des Atlantik und vor allem jenseits der Anden. Trotzdem kamen im Jahr 2017 216 Aussteller nach Deutschland, 30% mehr als vor zehn Jahren. Das jährliche Messespektrum umfasst immerhin rund 20 Messen, aber es wird schnell klar: Essen und Trinken stehen klar im Vordergrund, vor allem Trinken, denn über 90 chilenische Aussteller gibt es auf der ProWein, gefolgt von der Anuga mit 50 Firmen (wohl auch Essbares) und der Fruit Logistica. Bei der Biofach könnte es um Bio-Wein gehen. Aber Beteiligungen an Ambiente und Gamescom und natürlich ITB zeigen, dass es noch andere Exportprodukte gibt. Weiterlesen

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Messe und Erlebnis als Forschungsgegenstand

Interview mit Prof. Ulrich Wünsch und Prof. Richard von Georgi, hdpk

Action auf der Closing Ceremony der re:publica 2018. Die re:publica (The Most Inspiring Festival for The Digital Society) ist ein modernes Fachforum inklusive Ausstellungslandschaft und Vortragsmarathon, aber auch der Party, dem Netzfest. - Foto: Jan Michalko/re:publicaBesucher wollen auf Messen nicht nur Informationen und persönliche Eindrücke zu Produkten und Firmen, sondern zunehmend auch Erlebnisse. Dieser Trend zeichnet sich vornehmlich auf Publikumsmessen ab, ist aber auch auf Fachbesuchermessen zu beobachten: Auch hier werden verstärkt Unterhaltung, Shows und Events angeboten. Welche Dosis Erlebnis braucht aber der Besucher, um seine Aufmerksamkeit auf einen Messestand, ein Produkt oder ein Unternehmen zu konzentrieren? Zu diesem Thema liegt jetzt eine Studie des Instituts für Publikumsforschung (IfP) der Hochschule der populären Künste (hdpk) in Berlin vor. Unterstützer der Studie „ERLEBNIS MESSE – Dimensionen des Erlebens, ihre Wahrnehmung und Hinweise zu ihrer Inszenierung“ sind der AUMA – Verband der Deutschen Messewirtschaft und die Messe Berlin. Drei Fragen an die Autoren Prof. Ulrich Wünsch und Prof. Richard von Georgi. Weiterlesen

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High-Tex from Germany auf der Techtextil North America und der Texprocess Americas

Insgesamt 66 Unternehmen präsentierten Ende Mai 2018 auf einem rund 1.300 m² großen Gemeinschaftsstand technische Textilien, Vliesstoffe, textilverarbeitende Maschinen, Smart Textiles und Projekte der Textilforschung im Georgia World Congress Center in Atlanta.

Die geförderten Firmen stellen in der Gemeinschaftsbeteiligung jeweils auf einem mindestens 9 m² großen Messestand aus und können darüber hinaus ihr Unternehmen und ihre Produkte in einer Präsentation oder in einem Unternehmensvideo vorstellen. Foto: Carlos Maldonado/Kamera StudioDie Branchenleistungsschau, welche durch das Bundeswirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit dem AUMA veranstaltet wurde, fand unter dem Motto „High-Tex from Germany“ statt. Neben dem ansprechenden Standkonzept und der sehr guten Organisation, lobten die teilnehmenden Unternehmen die Qualität der Besucher. Durch die Initiative des Gesamtverbandes textil+mode, dem VDMA Textile Care, Fabric, Leather Technologies und VDMA Textilmaschinen konnten die Aussteller über den eigenen Stand hinaus ihre Produkte durch Kurzpräsentationen und Unternehmensvideos auf einer zentralen „Plaza“ vorstellen. Durchgeführt wurde die Beteiligung von der Messe Frankfurt. Weiterlesen

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Fußball WM – noch viel Potenzial für Automatisierung

Es ist erstaunlich, was sich die Industrie im Moment einfallen lässt, um Innovationen mit Fußball-Bezug zu präsentieren. Auf der Messe automatica in München gab es kürzlich beeindruckende Beispiele.

Erstens: Wie lästig sind Unterbrechungen, wenn der Ball immer wieder das Spielfeld verlässt. Hier hilft eine Spielfläche, die sich rechtzeitig neigt, wenn der Ball ins Aus zu gehen droht (siehe Foto unten links). Eigentlich perfekt, nur müssen die Spieler dann noch an ihrer Standfestigkeit arbeiten. Weiterlesen

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1987: Ein 25-min-Film über den Messeplatz Deutschland

Teaser-1987-Film-mit-ButtonWie viel Zeit ist notwendig, um ein bestimmtes Thema im Bewegtbild zu erläutern? Die Vorstellungen darüber haben sich in den letzten 30 Jahren erheblich geändert. So war ein Film, den der AUMA 1987 über die Qualität deutscher Messen produzieren ließ, stolze 25 Minuten lang. Immerhin muss ein solcher Film ja Informationen enthalten über die weltweit führende Position deutscher Messen, ihre Internationalität, die optimale Infrastruktur und natürlich über die Qualität des Mediums Messe an sich etc., etc. Da wäre fast Spielfilmformat angemessen. Weiterlesen

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Wer wird Weltmeister?

Oder: Wie weltmeistertauglich ist Deutschland?

Eine Frage, die sich in diesen Tagen nicht nur Fußball-Interessierte stellen. Aus Sicht der Messewirtschaft gibt es darauf eine klare Antwort: Das Messeland Deutschland ist weltweit führend. Zwei Drittel aller Weltleitmessen finden in Deutschland statt, bei einem Höchstmaß an Internationalität. 2017 zählte der Messeplatz Deutschland beispielsweise Besucher aus mehr Ländern (243) als der Weltfußballverband FIFA Mitglieder hat (211).

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Viele Superlative und leckere Mangos auf dem IEIA Open Seminar in Indien

“Es gibt in Indien nur zwei Jahreszeiten: den Monsun und die Mangos. Der eine erquickt die Erde, die anderen die Seele” – so ein indisches Sprichwort.

FRUIT LOGISTICA 2018 - Foto: © Messe Berlin GmbH/Benjamin PritzkuleitEs gibt Dinge im Leben, die man erst dann versteht, wenn man sie selbst erlebt hat. So auch die Passion der Inder für ihre Mangos. Im Zuge meiner Teilnahme an dem indischen Messekongress in Hyderabad bekam ich eine Kiste Mangos geschenkt. Es genügt schon ein Stückchen solch einer Mango zu essen, um nie wieder eine andere Mango essen zu wollen. Es sind nicht nur die köstlichen Mangos, die dieses Land und Leute einzigartig machen. Es ist ein Land der Superlative: 1,3 Mrd. Menschen, also das 16fache von Deutschland, ein Altersdurchschnitt von 29 Jahren – in Deutschland liegen wir bei 45 Jahren – und auf einer Fläche, die neun Mal größer ist als die Bundesrepublik. Weiterlesen

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Als die Post 1979 fast das Internet erfunden hätte

Internationale Funkausstellung, Berlin 1977Vor fast 40 Jahren tauchte ein neues elektronisches Medium auf, bei dem Experten gleich über seine Auswirkungen auf Messen spekulierten: Auf der Funkausstellung 1979 – heute IFA – stellte die Bundespost den Bildschirmtext vor. Sofort gab es Überlegungen, dass individuelle Anbieter Produktinformationen in das System eingeben könnten, die dann von Nachfragern abgerufen werden könnten, also etwas, was uns heute im Web völlig normal erscheint. Man vermutete deshalb, dass Bildschirmtext das Kommunikationsinstrument Messe beeinträchtigen würde. Der AUMA gründete auf Wunsch seiner Mitglieder einen entsprechenden Arbeitskreis. Der Spuk war aber schnell vorbei. Tatsächlich entwickelte sich der Bildschirmtext zum Videotext als Informationsmedium der Fernsehsender. Und erstaunlicherweise gibt es ihn heute noch. Die elektronische Übermittlung von Text-Informationen für einen breiten Anbieter- und Nutzerkreis wurde erst Jahre später durch das Internet möglich.

Foto li.: Fotolia/kavzov

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AUMA 111: 1961 - Foto: Janine Grab-Bolliger/Bearbeitung: Joujou/pixelio.de
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1961: Deutsche Exportwirtschaft auf Roadshows durch Afrika

AUMA 111: Messe-News von gestern

Der Export nach Afrika, vor allem in die Länder südlich der Sahara, gilt traditionell als schwierig, nicht zuletzt wegen der oft unzureichenden (Messe-) Infrastruktur. Vor fast 60 Jahren startete die deutsche Exportwirtschaft deshalb ein kühnes Experiment: Sie organisierte eine Wanderausstellung durch einige Staaten Westafrikas, weil es dort noch kein Ausstellungsgelände gab. Die Ausstellung reiste auf 17 Lkw mit Spezialaufbauten. Der Erfolg ermutigte die Wirtschaft, 1963 eine noch größere Wanderausstellung durch Ostafrika auf den Weg zu bringen: 24 Fahrzeuge mit 55 Begleitpersonen waren sieben Monate unterwegs und steuerten 27 Ziele in Mosambik, Rhodesien (heute Zimbabwe), Njassaland (Malawi), Tansania, Uganda und Kenia an. Weiterlesen

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