Messe-Insights und Perspektiven

Bundesminister Gerd Müller unterhält sich während des Messerundganges an der Outoor 2019 mit einem MesseMenschen © Messe Muenchen / Holger Rauner

Messezukunft? Gibt es schon.

In einigen Medien-Berichten über die Messewirtschaft heißt es gelegentlich, dass die Messe als solche tot ist oder jedenfalls ziemlich am Ende, dass kaum jemand aus der digitalen Generation Lust hat, seine Zeit in unattraktiven Messehallen zu verbringen und dass Messen ohnehin den digitalen Medien weichen werden. Wiederbelebungsmaßnahmen seien akut nötig, so heißt es oft, allen voran Festivalisierung und Digitalisierung: Messen sollen einfach mehr Spaß machen. (…)

Benefits4you: Dank Messeförderung erstmals auf der FIBO

Die Benefits4you GmbH wurde Ende 2017 im Saarland gegründet. Bisher hat das Start-up, das für Produktinnovationen im Sport- und Fitnessbereich sowie im Spa- und Wellnessbereich steht, nur auf kleineren Hausmessen ausgestellt. Doch dank der Förderung des BAFA konnte sich das junge Unternehmen erstmals auch auf einer internationalen Leitmesse für die Fitnessbranche präsentieren – auf der FIBO Global Fitness in Köln, erzählt Geschäftsführer Thomas Heinz.

Wie hat das Messeprogramm ihr Unternehmen unterstützt?
Thomas Heinz: Die FIBO Global Fitness ist eine der wichtigsten Messen für die Fitnessbranche. Hier treffen die großen mit den kleinen Unternehmen zusammen. Für jedes Unternehmen, das mit Fitness arbeitet, also ein Muss. Wir haben im Rahmen des Gemeinschaftsstandes für junge innovative Unternehmen die Chance ergriffen, neue Kunden zu akquirieren und bestehende Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Unser Unternehmen hatte das große Glück, unsere Produkte auch bei starken Partnern auf deren Messestände unterzubringen. (…)

Auch Entspannung ist ein Messe-Erlebnis

Was braucht ein Logistiker für einen gelungenen Messebesuch? Ein Festival, Show, Musik? Auf der Messe transport logistic Anfang Juni in München ahnte man, dass die Bedürfnisse offensichtlich woanders lagen. Vor allem wollten die weitgereisten Transportexperten miteinander reden – natürlich über Geschäfte, aber vermutlich auch über anderes. Dabei war durchaus Entspannung angesagt: Ein weitläufiger Biergarten, natürlich auch mit anderen Getränken und Essbarem, war nahezu ausgebucht. Ein paar Meter weiter: Eine Wiese mit schlichten Liegestühlen – ebenfalls fast voll besetzt (Die Hallen waren übrigens trotzdem gut gefüllt). Man spürte fast die gute Stimmung. Und weit und breit keine Action! Auch nicht durch Produkte in Funktion, denn die sind auf der transport logistic eher eine Seltenheit. (…)

bvik, Messerundgang bauma 2019

Reale Welt trifft auf virtuelle Realität

Messe und Virtual Reality – passt das zusammen?  Viele Aussteller und Messeveranstalter beschäftigen sich aktuell damit, die reale und die virtuelle Welt zusammenzubringen. Auf der Baumaschinenmesse bauma habe ich mir inspirierende Ergebnisse angesehen.

Die Messe München bot Unternehmen dort eine eigene virtuelle Ausstellungsfläche auf einem VR-Experience-Areal an. Außerdem sah ich zahlreiche Aussteller, die Anwendungen von Augmented und Virtual Reality (AR/VR) einsetzten. In Form von 3-D-Showrooms oder Live-Erlebnissen konnten Besucher beispielsweise mittels Virtual Reality Fahrstuhl fahren oder auf einer virtuellen Baustelle selbst Hand anlegen. Es hat mich beeindruckt zu sehen, wie durch Digitalität emotionale Messeerlebnisse entstehen. (…)

RenderThat: Marketing ist auf Messen einfacher, direkter und schneller

Das Technologieunternehmen RenderThat mit Sitz in Hamburg, Köln und Berlin wurde 2013 gegründet und umfasst inzwischen über 20 festangestellte Mitarbeiter. In diesem Jahr besucht das Unternehmen ungefähr 28 Messen – fast dreimal so viele wie noch in den Jahren zuvor. Was das wachsende Unternehmen durch das BMWi-Förderprogramm für junge innovative Unternehmen gelernt hat und warum Messen so wichtig für ihr Marketing sind, berichtet CEO und Mitgründer David Wischniewski im Interview.

Wie hat das Messeprogramm Ihr Unternehmen unterstützt?
David Wischniewski: Dem Förderprogramm verdanken wir unter anderem unseren allerersten Messestand. Direkt nach dem Studium, als wir bereits Vollzeit für RenderThat gearbeitet haben, hatten wir kaum liquide Mittel. Wir mussten ganz genau überlegen, in was und wie viel wir investieren wollen. Auf der Messe konnten wir eine Vielzahl an Unternehmen von uns überzeugen, was uns zu einem unglaublichen Wachstum verholfen hat. (…)

Code Intelligence GmbH: Zukünftige Kunden gezielter ansprechen

Die Code Intelligence GmbH aus Bonn unterstützt Unternehmen dabei, den Sicherheits- und Zuverlässigkeitsgrad ihrer Software zu erhöhen. Durch die Messeförderung für junge innovative Unternehmen konnte das Start-up dieses Jahr das erste Mal auf der HANNOVER MESSE ausstellen und viele potentielle Kunden für ihre Softwarelösung „CI Security Suite“ begeistern, erzählt Gründer Philipp Langnickel.

Wie oft nutzen Sie Messen pro Jahr?
Philipp Langnickel: Wir sind ein Start-up und Messen spielen für uns eine große Rolle. Bisher waren wir primär auf Start-up-Veranstaltungen und vereinzelt anderen Messen und Vortragsveranstaltungen vertreten. In diesem Jahr möchten wir das ändern und planen, unser Produkt durch unterschiedliche Veranstaltungen bekannter zu machen. Beispielsweise waren wir dieses Jahr zum ersten Mal auf der HANNOVER MESSE vertreten. (…)

MEMANTO: Neu-Aussteller auf der HANNOVER Messe

Das Start-up MEMANTO war in diesem Jahr Erstaussteller auf dem Gemeinschaftsstand für junge, innovative Unternehmen auf der HANNOVER MESSE. Das vier Jahre alte Unternehmen präsentierte seine Plattform für Dienstleistungen rund um den Messeauftritt. Am Firmenstandort Hannover stemmen die Managerinnen Alesja Alewelt und Tabea Jobe mit vier Mitarbeitern ihren Alltag.

Wie hat das Messeprogramm Ihr Unternehmen unterstützt?
Tabea Jobe: Für uns war der Messeauftritt total lohnenswert! Wir hatten die Möglichkeit, unsere neuen Produkte und Features zu präsentieren. Vor allem für unser Innovationsprojekt, ein Online-Konfigurator für Messestände, war es uns wichtig, Feedback von konkreten Zielgruppen zu bekommen. (…)

Wer ist der Innovativste im Land?

Oder gar auf der Welt? Diese Fragen drängen sich geradezu auf, wenn man die Forschungs- und Technologie-Halle der Hannover-Messe betritt. Zunächst einmal fällt der Wettbewerb der deutschen Bundesländer ins Auge. Von Nord bis Süd, von West bis Ost – nur Innovationsparadiese, und die Studenten, die die Forscher und Erfinder von morgen werden wollen, können sich vermutlich kaum entscheiden – und die Fachbesucher, die Innovationen suchen, wohl auch nicht. (…)

re:edu: Wettbewerb verbessert die Qualität der Präsentation

Die Reedu GmbH & Co. KG aus Münster ist zwar ein junges Unternehmen, aber schon ziemlich messeerfahren: In diesem Jahr stellt die Softwarefirma auf fünf Messen in Deutschland aus. Für die drei festangestellten Mitarbeiter ist das ein enormes Programm. Unterstützung bekommt das Start-up durch die Messeförderung für junge innovative Unternehmen, wie uns David Fehrenbach berichtet, Gründer und Chef von re:edu.

Wie oft nutzen Sie Messen pro Jahr?
David Fehrenbach: Da wir ein sehr kleines Start-up sind mit einem neuen und innovativen Produkt, der senseBox, sind Messen unser Hauptmarketing-Tool. Wir sind auf Messen im Bereich Digitale Bildung unterwegs, da man mit der senseBox das Programmieren lernt. (…)

Foto: Pixabay, Gerd Altmann

Was macht eigentlich der gläserne Messebesucher?

Seit längerem finde ich den „gläsernen Messebesucher“ nicht mehr in den Medienberichten unserer Branche. Hat er sich am ebenfalls viel zitierten „Scheideweg“ verirrt und ist hinter dem „Leuchtturm“ abhanden gekommen? Oder steht er auf dem Index, weil die Erhebung, Speicherung und Weiterverbreitung von Personendaten seit langem kritisch gesehen werden – schon zu vor-digitalen Zeiten. Stand die Metapher doch für Datensammel- und Befragungswut, auch auf Messen. (…)

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