Messe-Insights und Perspektiven

Die Farbe der Energie oder „Auch Strom wird grün“

Welche Farbe hat eigentlich Energie? Im strengen Sinne natürlich keine. Wenn es um Marketing geht, sieht das aber schon anders aus. Gelben Strom kennt man zwar schon länger. Der schwarze und braune gerät allerdings gerade aufs Abstellgleis – siehe Kohleausstieg – aber werbetauglich waren diese Farben ohnehin nicht. Also hat Grün als Farbe der Energie endgültig den Durchbruch geschafft, wie die Messe E-world of energy & water in Essen kürzlich zeigte. (…)

Die opti in München ist was fürs Auge

Der erste Eindruck zählt. Eine Behauptung, die auch auf Messen zutreffen kann. So auch bei der opti – Internationale Messe für Optik & Design Ende Januar auf dem Münchener Messegelände. Gute Stimmung, kreative Messestände und lebendiges Messegeschehen. Ein richtiger Branchentreff halt. Auffallend kreativ erscheint die Branche auf den ersten Blick und auch nach genauerem Hinsehen täuscht dieser erste Eindruck nicht. Ob Messestände, Brillen oder auch Messebesucher: das Spektrum an Extravaganz, Eleganz und Design ist bei der Messe optimal zu sehen. Das Angebotsspektrum ebenso: Brillen, Brillenfassungen, Brillengläser, Brillenzubehör, Design, Ferngläser, Glasbearbeitung, Glasherstellung, Glasprodukte, Kontaktlinsen, Ladeneinrichtungen, Lasertechnik, Optische Messgeräte, Pflegemittel, Sonnenbrillen, Sportbrillen und und und. (…)

Besuch der IPM: Grüner wird´s nicht

Schon wieder müssen wir uns mit der Farbe Grün in der Messewirtschaft beschäftigen – zwar nicht mit dem sporadischen Einsatz wie vor einigen Monaten auf der automechanika, sondern eher mit einer Überdosis: Es geht um die IPM – Weltleitmesse des Gartenbaus in Essen. Hier ist Grün wie selbstverständlich das Leitmotiv. Das gilt naturgemäß für die Produkte – manchmal so heftig, dass man das Standpersonal kaum findet. Prospektverteiler sind hier als Frösche verkleidet, man sieht Besucher mit Sakkos im typischen Blattwerkmuster, mit Kunstrasen verkleidete Autos und Empfangscounter, die im Wald kaum auffallen würden. Und wenn mal etwas nicht grün ist, dann betont man das lieber doppelt. Wer’s nicht glaubt, überzeuge sich selbst. (…)

Fünf Empfehlungen für professionelle Messekommunikation

Der Bundesverband Industrie Kommunikation (bvik) ist ein Querschnittsverband für Unternehmen und Dienstleister im B2B-Sektor. Seit 2011 führt der Verband jährlich eine Befragung bei den Marketing-Verantwortlichen zu ihren Marketing-Budgets durch. Seine 150 Mitglieder sind auch sehr messeaktiv. Wir freuen uns, die Messe-Empfehlungen des Verbandes als Gastbeitrag von Tanja Auernhamer, Leiterin der Geschäftsstelle des bvik, in unserem Blog zu veröffentlichen.

Tanja Auernhamer:

Ausgangslage: B2B-Marketing-Budgets steigen
Je digitaler die Welt, umso größer ist offenbar das Bedürfnis nach persönlichen Kontakten. Gerade im Industrie-Sektor spielt Vertrauen bei der Kaufentscheidung eine zentrale Rolle. Die Messe behauptet sich daher vielen Unkenrufen zum Trotz in der Industrie konsequent als wesentliches Element im Marketing-Mix. Seit Jahren geben B2B-Marketingverantwortliche laut der jährlichen Marketing-Budget-Studie des Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) etwa 40 Prozent ihres Jahresetats für Messen und Live-Events aus. (…)

Das Auslandsmesseprogramm – unterstützt vom AUMA seit 1949

1949 startete das Auslandsmesseprogramm des Bundes mit fünf Beteiligungen und 1 Mio. DM Etat, um deutsche Unternehmen bei der Erschließung von Exportmärkten durch Messebeteiligungen zu unterstützen. Gleichzeitig traf das zuständige Bundeswirtschaftsministerium eine weitsichtige Entscheidung: Es ermöglichte der Wirtschaft, geeignete Messen für das Programm vorzuschlagen. Dementsprechend übernahm der AUMA kurz nach seiner Wiedergründung dafür Verantwortung und erarbeitete gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Außenhandel, einem BDI-Gremium, das Programm, das anschließend dem Bundesministerium für Wirtschaft vorgeschlagen wurde. Bereits 1954 führt dieses Gremium den Namen Arbeitskreis für Auslandsmessebeteiligungen beim AUMA, der auch heute noch gebräuchlich ist. (…)

AUMA 111: Branchenkennzahlen – seit 1927 vom AUMA

Wo ist der größte Messeplatz im Land? Diese Frage bewegte Wirtschaft und Medien schon vor über 90 Jahren. Und sie wurde 1927 bemerkenswert eindeutig beantwortet – durch eine erstmals vorgelegte Auswertung des damaligen Ausstellungs- und Messeamtes der Deutschen Industrie zu einzelnen Messeplätzen. Danach waren auf den deutschen Frühjahrs- und Herbstmessen des Jahres 1925 insgesamt 39.254 Aussteller vertreten. (…)

Messewirtschaft weltweit – UFI sieht fünf Trends für 2019

Für die Messe- und Business-Event-Branche war das Jahr 2018 weltweit ein denkwürdiges Jahr. Dabei richtete sich die Aufmerksamkeit insbesondere auf Unternehmenszusammenschlüsse, Veränderungen bei den Veranstaltungsformaten, die sog. „Festivalisierung”, und eine veränderte globale Landschaft. // Gastbeitrag von Kai Hattendorf

Wie jedes Jahr nutzte das UFI-Team den Global Congress unseres Verbandes sowie zahlreiche separate Gespräche rund um den Globus zur Ermittlung der Kernthemen, die unserer Meinung nach im Jahr 2019 die Messebranche weltweit beeinflussen werden. Heute möchten wir Ihnen diese „fünf Trends der UFI für 2019” vorstellen:

1. Veränderung der Handelsstrukturen und nervöse Weltwirtschaft

Inmitten eines weltweiten Klimas der politischen Spannungen, von Protektionismus und Fake News verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum. Die letzten IWF-Prognosen deuten auf rauere Zeiten für die Weltwirtschaft hin; dabei werden Protektionismus und neue Zölle als Hauptursache genannt. (…)

Nachhaltigkeit auf dem Messestand – Rückblick und Chancen

Das Thema Nachhaltigkeit betrifft uns alle. Egal in welcher Situation, egal ob Tag oder Nacht, ob in der Freizeit, im Beruf und nicht zuletzt auch auf dem Messestand. Nachhaltiges Denken ist mehr denn je von uns allen gefordert. Gerade auf Messen hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel verändert. Thorsten Kollmeier, Vertriebsleiter beim Messedienstleister WUM Design GmbH, blickt auf die Auseinandersetzung der Branche mit diesem Thema zurück und beschreibt seine heutigen Erfahrungen. (…)

Informationen über Regionalmessen – vom AUMA seit 1980

Regionale Publikumsmessen stellen heute einen erheblichen Anteil am deutschen Messemarkt, vor allem auf der Besucherseite mit jährlich über 6 Mio. Interessenten. Über Jahrzehnte war die Arbeit des AUMA auf die nationalen und internationalen Messen konzentriert, ob Fachbesuchermessen in Frankfurt, Köln und Leipzig, oder die großen Publikumsmessen in Berlin. Das Segment der regionalen Fach- und Publikumsmessen bekam erst durch die Mitgliedschaft des FAMA – Fachverband Messen und Ausstellungen seit 1966 Gewicht. Auch die mittelgroßen, in der IDFA organisierten Veranstalter führten mehr und mehr regionale Messen durch. Dementsprechend veröffentlichte der AUMA 1980 erstmals die Terminvorschau AUMA-Kalender Regional. Ab 1982 wurden auch Aussteller- und Besucherzahlen zu diesem Messetyp ergänzt. Heute präsentiert die Online-Messedatenbank des AUMA tagesaktuelle Detailinformationen über rund 160 Regionalmessen pro Jahr – von Terminen, Adressen, Angebotsschwerpunkten bis zu Standmieten sowie Aussteller-, Standflächen- und Besucherentwicklung. (…)

Lehr- und Lernmaterialien vom AUMA seit 1975

Aktuelle Angebote jetzt auf der neuen AUMA-Website

Ausbildungsgänge wie Veranstaltungskaufmann/frau oder duale Messestudiengänge sind heute quasi Standard und Materialien für Lehrende und Lernende sind selbstverständlich verfügbar. Vor 40 bis 50 Jahren gab es Marketingvorlesungen oder auch Marketing-Bücher, in denen das Wort Messe vielleicht einmal vorkam, wenn überhaupt. Allenfalls Werbeakademien beschäftigten sich etwas mehr mit Messen. Das Wort Event gab es ohnehin nur in der englischen Sprache. Deshalb entwickelte der AUMA 1975 auf Anregung des Zentralausschusses der Werbewirtschaft ZAW gemeinsam mit den Veranstalterorganisationen GDG, IDFA und FAMA ein Lernprogramm Messen und Ausstellungen, das stolze 356 Seiten umfasste. (…)

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